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Ascaim und der Buchweizen Whisky | ein Bericht in Episoden

Whisky made in Germany ist auf dem Vormarsch. Immer mehr deutsche Brennereien versuchen sich am flüssigen Gold und befüllen zahlreiche Fässer. Während erste deutsche Experimente anfangs noch nahezu ungenießbar waren, beweisen die Brennereien mittlerweile durchaus ein besseres Händchen. Die Aschheimer Brennerei Ascaim versucht sich nach vielen hochwertigen Destillaten und ihrem Eschenblatt Gin nun auch an einem deutschen Whisky aus Buchweizen. Wir begleiten das Destillat während seiner Ruhezeit im Fass und aktualisieren fortlaufend unseren Bericht zum Ascaim Buckwheat Whisky.

Was ist ein Buchweizen Whisky?

Ein Buchweizen Whisky ist, wie der Name schon sagt, ein Whisky aus Buchweizen. Anders als beim schottischen Vorbild, welcher aus Gerste gebrannt wird, stellt man Buchweizen Whisky vollständig oder teilweise aus Buchweizen her. Buchweizen ist, anders als die Gerste, jedoch kein wirkliches Getreide, sondern gehört zu den Knöterichgewächsen. Ursprünglich kommt diese Herstellungsart, die auch Buckwheat Whisky genannt wird, aus der Bretagne (Frankreich), wo man mit Buchweizen deutlich mehr herstellt.

Buckwheat Mash Tun / Buchweizen Maische Tun
Das ist die Buckwheat Mash / Buchweizen Maische Tun von Ascaim

Der Buchweizen Whisky von Ascaim

Christian und sein Bruder Franz Böltl von Ascaim haben sich nun gleich dafür entschieden, ihren ersten New Make aus Buchweizen zu destillieren und ihn in sogenannte Hirschenfässer zu füllen. Das sind traditionelle Bierfässer aus New Oak, die vor allem um München herum bekannt sind und 200 Liter fassen. Aus ihnen wird auf der Wiesn noch Augustiner Bier und auf der Oiden Wiesn generell Bier ausgeschenkt. Diese Fässer hat man auf der Innenseite verkohlt (=Charring) und mit dem Buchweizen New Make befüllt.

Fasslager Ascaim
Das neu erreichtete Fasslager mit den ersten Fässern

2018 besuchten wir im Rahmen eines kleinen Bloggerausflugs zum ersten Mal die Aschheimer Brennerei. Christian Böltl präsentierte uns damals stolz seinen ersten New Make und erklärte uns die Besonderheiten eines Buchweizen-Whiskys. Er schmeckt trotz des hohen Alkoholgehalts überraschend weich und fruchtig. Dabei erkenne ich eher rote Früchte, weniger Birne oder Apfel. Damals waren wir bereits sehr gespannt, wie er sich in einem Fass entfalten würde – erfahren würden wir dies aber erst zwei Jahre später.

Mehr zu unserem ersten Besuch bei Ascaim und ihrem Eschenblatt Gin erfährst du in diesem ausführlichen Bericht

3 Monate im Fass

Am 01.01.2020 und damit fast zwei Jahre später haben Christian und Franz den ersten New Make in die Hirschenfässer gefüllt. Nach drei Monaten hat der Spirit schon eine ordentliche Farbe bekommen (siehe Foto). Im Geruch ist er noch sehr floral und fruchtig und weist nur leichte Spuren von Vanille und Holz auf. Daher erinnert er im Nosing noch sehr an das Ausgangsprodukt. Im Geschmack ist schon deutliche Vanille und ein holziges Aroma zu spüren.

Wir sind gespannt, wie sich der Buchweizen New Make im Hirschenfass entwickeln wird und bleiben am Ball. Mehr Informationen zur Brennerei findest du auf ihrer Webseite.

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