Ascaim und der Buchweizen Whisky | ein Bericht in Episoden

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Whisky made in Germany ist auf dem Vormarsch. Immer mehr deutsche Brennereien versuchen sich am flüssigen Gold und befüllen zahlreiche Fässer. Während erste deutsche Experimente anfangs noch nahezu ungenießbar waren, beweisen die Brennereien mittlerweile durchaus ein besseres Händchen. Die Aschheimer Brennerei Ascaim versucht sich nach vielen hochwertigen Destillaten und ihrem Eschenblatt Gin nun auch an einem deutschen Whisky aus Buchweizen. Wir begleiten das Destillat während seiner Ruhezeit im Fass und aktualisieren fortlaufend unseren Bericht zum Ascaim Buckwheat Whisky.

Letztes Update: 23.02.2021

Was ist ein Buchweizen Whisky?

Ein Buchweizen Whisky ist, wie der Name schon sagt, ein Whisky aus Buchweizen. Anders als beim schottischen Vorbild, welcher aus Gerste gebrannt wird, stellt man Buchweizen Whisky vollständig oder teilweise aus Buchweizen her. Buchweizen ist, anders als die Gerste, jedoch kein wirkliches Getreide, sondern gehört zu den Knöterichgewächsen. Ursprünglich kommt diese Herstellungsart, die auch Buckwheat Whisky genannt wird, aus der Bretagne (Frankreich), wo man mit Buchweizen deutlich mehr herstellt.

Buckwheat Mash Tun / Buchweizen Maische Tun
Das ist die Buckwheat Mash / Buchweizen Maische Tun von Ascaim

Der Buchweizen Whisky von Ascaim

Christian und sein Bruder Franz Böltl von Ascaim haben sich nun gleich dafür entschieden, ihren ersten New Make aus Buchweizen zu destillieren und ihn in sogenannte Hirschenfässer zu füllen. Das sind traditionelle Bierfässer aus New Oak, die vor allem um München herum bekannt sind und 200 Liter fassen. Aus ihnen wird auf der Wiesn noch Augustiner Bier und auf der Oiden Wiesn generell Bier ausgeschenkt. Diese Fässer hat man auf der Innenseite verkohlt (=Charring) und mit dem Buchweizen New Make befüllt.

Fasslager Ascaim
Das neu erreichtete Fasslager mit den ersten Fässern

2018 besuchten wir im Rahmen eines kleinen Bloggerausflugs zum ersten Mal die Aschheimer Brennerei. Christian Böltl präsentierte uns damals stolz seinen ersten New Make und erklärte uns die Besonderheiten eines Buchweizen-Whiskys. Er schmeckt trotz des hohen Alkoholgehalts überraschend weich und fruchtig. Dabei erkenne ich eher rote Früchte, weniger Birne oder Apfel. Damals waren wir bereits sehr gespannt, wie er sich in einem Fass entfalten würde – erfahren würden wir dies aber erst zwei Jahre später.

Mehr zu unserem ersten Besuch bei Ascaim und ihrem Eschenblatt Gin erfährst du in diesem ausführlichen Bericht

3 Monate im Fass

Am 01.01.2020 und damit fast zwei Jahre später haben Christian und Franz den ersten New Make in die Hirschenfässer gefüllt. Nach drei Monaten hat der Spirit schon eine ordentliche Farbe bekommen (siehe Foto).

Im Geruch ist er noch sehr floral und fruchtig und weist nur leichte Spuren von Vanille und Holz auf. Daher erinnert er im Nosing noch sehr an das Ausgangsprodukt. Im Geschmack ist schon deutliche Vanille, etwas jugendliche Schärfe und ein holziges Aroma zu spüren.

12 Monate im Fass

Durch die Corona Pandemie war ein Besuch bei Ascaim zur weiteren Verfolgung des Projekts Buckwheat Whisky leider nicht möglich. Deshalb hat mir Christian Böltl kurzerhand ein Sample des New Makes mit 46 Vol-% geschickt, der nun 12 Monate im Fass liegen durfte.

Farblich hat er sich nicht groß zum 3 Monate gelagerten New Make verändert, da das Fass vor allem am Anfang ordentlich Farbe abgegeben hatte. Dafür bemerke ich im Geruch eine Veränderung. Im Nosing erinnert mich die Note etwas Gräser. Zudem ist ein unreifer Eindruck vorhanden, der aufgrund des jugendlichen Alters zu erwarten war. Daneben nehme ich deutliche Vanille und eine schöne Fruchtigkeit wahr, dahinter ist eine angenehme Nussigkeit zu spüren.

Angenehme Nussaromen treffen auf meine Zunge, dazu kommt Fruchtigkeit in Form von säuerlichen weißen Weintrauben und Vanillezucker. Dahinter verbirgt sich jugendliche Schärfe, was aber bei einem jungen Destillat zu erwarten war. Richtung Abgang macht sich dann das Holz des Hirschenfasses mit angenehmer Würzigkeit bemerkbar.

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Wir sind gespannt, wie sich der Buchweizen New Make im Hirschenfass entwickeln wird und bleiben am Ball. Mehr Informationen zur Brennerei findest du auf ihrer Webseite.

Hinweis: Gemäß Telemediengesetz (TMG) kennzeichnen wir diesen Beitrag als Werbung. Das Produkt wurde uns für diesen Test als Muster/Sample vom Hersteller/Importeur kostenlos und ohne Vorgaben zur Verfügung gestellt. Unsere persönliche Meinung und Wertung bleibt davon selbstverständlich unberührt. Die Einnahmen aus Affiliate-Links (im Text mit * markiert) fließen in die Bereitstellung und Weiterentwicklung von “Coffee, Whisky and More”.

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