Bunnahabhain & Cameronbridge von Douglas Laing | deinwhisky.de

Bunnahabhain & Cameronbridge von Douglas Laing | deinwhisky.de

Zwei exklusive Abfüllungen der Old Particular Reihe hat der Whiskyshop DeinWhisky.de aktuell im Sortiment. Ein 15 Jahre alter Bunnahabhain Whisky und ein sage und schreibe 28 Jahre alter Single Grain von Cameronbridge hat Douglas Laing für DeinWhisky.de abgefüllt. Wir haben den Bunnahabhain 2005/2020 und den Cameronbridge 1991/2020 probiert und sagen dir, ob sich die Käufe lohnen.

Old Particular Abfüllungen von Douglas Laing exklusiv für DeinWhisky.de

Douglas Laing & Co ist einer der bekannteren unabhängigen Abfüller aus Schottland, der 1948 gegründet wurde. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Glasgow und füllt unter mehreren Reihen ab. Eine davon ist die Old Particular Abfüllungsmarke, in der Single Casks hauptsächlich in Trinkstärke von 48,4 Vol-% sowie 51,5 Vol-% und Raritäten in Fassstärke vom Fass in die Flasche wandern. Die Single Casks der Brennereien Bunnahabhain und Cameronbridge, die wir dir heute in diesem Tastingbeitrag vorstellen, wurden exklusiv für DeinWhisky.de in Fassstärke abgefüllt.

Mehr zum Onlineshop und Abfüller DeinWhisky.de findest du im Tastingbeitrag zum Tamdhu Single Cask von 2020:

Bunnahabhain 15 Jahre 2005/2020 von Douglas Laing (Old Particular)

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Douglas Laing füllte in seiner Reihe Old Particular einen 15 Jahre alten Whisky der Insel Islay exklusiv für DeinWhisky.de ab. Dabei handelt es sich um einen Bunnahabhain 2005/2020, gelagert in einem Ex-Bourbon-Fass und abgefüllt in Fassstärke. Das sind die Eckdaten:

Faktencheck

  • Douglas Laing – Old Particular
  • 15 Jahre (2005/2020)
  • Refill Barrel (Ex-Bourbon)
  • 54,9 % Vol. (=Fassstärke)
  • 225 Flaschen aus Single Cask Abfüllung
  • kein Farbstoff, keine Kühlfiltrierung
  • Preis: 84,90 € (0,7 Liter)

Nosing

Die Farbe des 15 Jahre alten Bunnahabhain Whiskys, der in einem Refill Barrel gelagert wurde, schimmert hellgelb im Glas. In der Nase habe ich von Anfang an maritimes Feeling. Eine leichte salzige Gischt kitzelt mich an der Nase, etwas Rauch ist in der Nase und dann macht sich frischer Zitronensaft breit. Ich rieche leichte Nussaromen, die aber weder Haselnuss noch Walnuss oder Macadamia zuordenbar sind. Der wahrgenommene Zitronensaft gehört zu einer saftigen Zitronentarte, die mir beim Verriechen des Bunnahabhain in den Sinn kommt. Weicher fluffiger Teig mit frisch gepresstem Zitronensaft. Hast du jetzt auch Lust auf Kuchen?

Bunnahabhain 2005/2020 Deinwhisky, Douglas Laing, Whiskyblog
Foto mit freundlicher Genehmigung durch DeinWhisky.de

Geschmack

Erst kommt der Bunnahabhain 2005/2020 von Old Particular relativ zaghaft an der Zunge an. Cremig weich und mild. Dann kitzelt mich gemahlener Pfeffer kurz an der Zungenspitze. Dann wird es süß. Eine leichte fruchtige Süße, die mich an frische Ananas erinnert. Dann kommt etwas süß-saurer Apfelsaft dazu, dahinter etwas trockenes Eichenholz und Getreide. Geschmacklich erinnert mich der Whisky auch etwas an flüssigen Honig.

Abgang

Der Apfelsaft und vor allem die Ananas bleiben auch im Abgang präsent, eine leichte Holzigkeit und zarte Vanille legen sich angenehm aber trocken ab, der Abgang ist dann eher mild und nicht zu lange.

Fazit

Ein schöner Bunnahabhain mit 15 Jahren in Fassstärke, dessen Grundcharakter nicht durch ein intensives oder nasses Finish überdeckt wurde. Für 85 Euro ist der Bunnahabhain 2005/2020 von Douglas Laing für DeinWhisky.de eine lohnenswerte fruchtig-cremige Abfüllung mit minimalem Torf-Rauch.

Cameronbridge 28 Jahre 1991/2020 von Douglas Laing (Old Particular)

Auch die zweite Old Particular-Abfüllung von Douglais Laing, die wir probieren durften, ist ein exklusives Fass für den Händler. Abgefüllt wurde ein Cameronbridge 1991/2020, der in einem Refill Sherry Butt reifen durfte und ungefähr das Alter von uns beiden hat. Der Single Grain wurde im Oktober 1991 destilliert und im September 2020 abgefüllt – damit macht er 29 Jahre nicht ganz voll und kommt als 28-Jähriger auf den Markt.

Faktencheck

  • Douglas Laing – Old Particular
  • 28 Jahre (1991/2020)
  • Refill Sherry Butt
  • 55,2 % Vol. (=Fassstärke)
  • 355 Flaschen aus Single Cask Abfüllung
  • kein Farbstoff, keine Kühlfiltrierung
  • Preis: 78,90 € (0,7 Liter)

Nosing

Im direkten Vergleich zum “Bunna” fließt der Cameronbridge deutlich dunkler ins Glas. Je nach Lichteinfall wechseln die Farben von Goldgelb bis Karamell. Beim ersten Geruchstest steigt mir erst eine leichte UHU-Note in die Nase. Die Assoziation verschwindet aber schnell, nachdem ich mich auf die Grain-Charakteristik einschieße und die einzelnen Aromen auseinander dividieren kann. Der Cameronbridge riecht sehr blumig und fruchtig, gepaart mit einer milden Honigsüße und einem nussigen Beiklang. Dazu gesellt sich noch eine dezent stechende Schärfe, die einen Ausblick auf die Fassstärke gibt.

Foto mit freundlicher Genehmigung durch DeinWhisky.de

Geschmack

Beim anschließenden Tasting gibt sich der Cameronbridge zu Beginn recht mild, die 55,2% Vol. schlagen erst später zu. Mit ein wenig “Trinkerfahrung” nimmt man diese dennoch als angenehme Schärfe wahr, die einem nicht die Mundhöhle ausbrennen. Insgesamt ist der Alkohol bei diesem Grain sehr gut eingebunden. Dazu trägt auch sicherlich das typisch blumige Aromenspektrum bei, was auch einem kräftigen älteren Whisky den Weg Richtung Geschmacksknospen ebnen kann.

Ein kleiner Exkurs für die Leser, die noch keine Erfahrung mit Grain Whisky gesammelt haben: Versetzt euch in die Lage einen leckeren Highball mit einem anständigen Blended Whisky zu mischen. Die Blumigkeit, die ihr erfahrt, wenn man das Soda hinzugibt und sich der Whisky öffnet – das hat man dem Grain-Anteil im Blend zu verdanken.

Zurück zu unserem 28-Jährigen Cameronbridge. Neben bereits erwähnter Blumigkeit habe ich den Whisky sehr fruchtig wahrgenommen. Im Vordergrund waren das neben weichen, süßen Beeren auch eine klare Zitrusnote. Selbst die wahrgenommene Süße bewegte sich in Richtung Orangen-Karamell.

Abgang

Kann man einen Whisky verkosten ohne auf das Fass einzugehen? Bei diesem Vertreter aus dem Sherry Fass musste ich tatsächlich länger drauf warten und habe den Fasseinfluss erst im Abgang wahrgenommen. Hier ist es mal wieder wichtig zu erwähnen, dass ein Tasting immer tagesformabhängig ist und völlig unterschiedlich ausfallen kann. Nachdem der Whisky die Mundhöhle schon verlassen hat und nur noch Spuren am Gaumen zurück bleiben kann ich mich auf eine dezente Holznote konzentrieren. Getoastete Eiche verbunden mit einer Sherry-Süße, die nicht mehr so leicht ist wie im Tasting. Der Abgang wird außerdem von einer milden Schärfe begleitet. Zitrus, Pfeffer- und Ingwernoten hinterlassen ein wohliges Säure-Schärfe-Verhältniss im Mund.

Fazit

Der 28-jährige Cameronbridge 1991/2020 von Douglas Laing hat mir sehr gut gefallen. Durch die Verkostung eines anderen 25yo Cameronbridge, der mich allerdings nicht 100% überzeugen konnte, habe ich dieses Jahr schon einmal Berührung mit einem alten Single Grain Whisky aus dem Sherry Fass gehabt. Beide strotzten nicht vor Komplexität, der heutige Vertreter bewegt sich dabei aber gekonnt in einem abgegrenzten Spektrum und nutzt dieses voll aus. Trotz seiner Fassstärke mit 55,2% ist der Whisky pur gut trinkbar. Ein paar Tropfen Wasser helfen ihm jedoch enorm sich zu entfalten und locken eine wunderbare Süffigkeit hervor. Was den Cameronbridge 1991/2020 außerdem attraktiv macht ist der Preis. Dieser liegt ca. 20€ (oder mehr) unter dem vergleichbarer Abfüllungen.

Die Abfüllungen vom Bunnahabhain 15 Jahre und vom Cameronbridge 28 Jahre findest du exklusiv bei DeinWhisky.de

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