Bushmills 10 Jahre

You are currently viewing Bushmills 10 Jahre

Oft fällt Schottland in Gesprächen um Whisky als einziges oder bekanntestes Herkunftsland. Allerdings ist Whiskey (nach irischer Schreibweise) in der irischen Kultur und Historie tief verwurzelt. Mit zu den bekanntesten und ältesten Whiskeybrennereien gehört Bushmills. Und damit auch der Bushmills 10 Jahre, den ich dir in diesem Tastingbeitrag vorstellen möchte.

In Irland herrscht die Single Pot Destillation vor. Anders als in Schottland wird hier hauptsächlich Dreifach destilliert (zum Vergleich: in Schottland wird Zweifach destilliert). So soll vor allem der bekannte weiche und milde Geschmack von Irish Whiskey erreicht werden. Die Brennerei Bushmills selbst gilt als eine der ältesten mit Brennrechten ausgestattete Whiskey-Destillerie – Sir Thomas Phillips erhielt von King James I am 20. April 1608 die Brennerlaubnis.

Der klassische Whiskey von Bushmills ist der Bushmills Original. Ein Blended Whiskey, der zu 55% aus Single Malt und zu 45% aus Grain Whiskey besteht. Bei dem Bushmills 10 Jahre, um den es in diesem Beitrag geht, handelt es sich allerdings um einen Single Malt Whiskey, der ebenfalls Dreifach destilliert wurde. Die Reifung erfolgte hauptsächlich in amerikanischen Ex-Bourbonfässern. Gefinisht wurde er schließlich in spanischen Oloroso Sherryfässern.

Der Bushmills 10 Jahre im Test

Das Gerstenmalz macht sich im Aroma des hellgelben Whiskeys sehr bemerkbar. Das ist ein angenehmer leichter Antritt. In der Nase melden sich allerdings noch reife helle Früchte wie Äpfel und Birnen zu Wort. Diese werden mit leichten Citrusnuancen, etwas Alkohol und Honig abgerundet.

Der erste Schluck des Bushmills 10 Jahre offenbahrt reife Bananen. Die in der Nase wahrgenommenen Citrusnoten treten nun deutlich intensiver hervor. Ein Obstsalat aus Äpfeln, Birnen, Vanille und Honig gesellt sich zur Banane. Auch hier im Anklang starke malzige Töne. Alles in allem bemerkt man die deutliche Milde, wie man sie von irischen Whiskeys gewohnt ist.

Der Abgang ist mild und lang. Auch hier kann man wieder viel Gerstenmalz und Honig schmecken.

Bushmills 10 Jahre
Hellgelber Farbton

Fazit

Der Bushmills 10 Jahre ist ein milder Alltagswhiskey, den man auch gerne Gästen anbieten kann, die noch nicht so viel Erfahrung mit Whisky oder Whiskey hatten. Keine hochkomplexe Spirituose, aber im Vergleich zu anderen Whiskeys in der Preisklasse ein sehr guter Vertreter. Er schmeckt und das ist das Wichtigste. Mehr muss er für den Preis auch garnicht.

Den Bushmills 10 Jahre Single Malt Irish Whiskey kannst du bei Wacholderexpress.de*, bei Irish-Whiskeys und bei Amazon* kaufen.

Hinweis: Gemäß Telemediengesetz (TMG) kennzeichnen wir diesen Beitrag als Werbung. Das Produkt wurde uns für diesen Test als Muster/Sample vom Hersteller/Importeur kostenlos und ohne Vorgaben zur Verfügung gestellt. Unsere persönliche Meinung und Wertung bleibt davon selbstverständlich unberührt. Die Einnahmen aus Affiliate-Links (im Text mit * markiert) fließen in die Bereitstellung und Weiterentwicklung von “Coffee, Whisky and More”.

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. U.Vogel

    Also was Ihr alles rausschmeckt !! Ich find ihn einfach saulecker und geil !!

    1. Florian

      Hi U.Vogel. Danke für deinen Kommentar. Es freut mich, dass der Bushmills 10 Jahre dir auch so schmeckt. Mit ein bisschen Übung schmeckst du die Aromen auch irgendwann heraus 😉

    2. Christian Hoffmann

      Lass dich nicht verrückt machen, wenn du nicht schmeckst was in irgendwelchen Tastingnotes steht.
      Jeder hat einen anderen Geschmacksinn und nicht jede Geschmacksrichtung schlecht für jeden gleich.

  2. MrTooV

    Ich denke ich sollte mal wieder zurück zu meinen „irischen Whiskey-Wurzeln“ gehen

  3. Christian Hoffmann

    Zum Thema älteste produzierende Destille gibt es allerdings eine große Kontroverse.
    Bushmills besitzt zwar seit 1608 die Brennlizenz, begann aber erst 1784 in dieser Destillerie zu brennen.
    Killbegan wurde 1757 eröffnet und da die Destillerie vor wenigen Jahren wieder genutzt wird, die eigentlich älteste offizielle Destillerie auf der Insel wenn nicht sogar weltweit.
    Killbegan wird wie einige andere Whiskey nur zweimal destilliert. Das eigentlich klassische Brennverfahren Irlands ist das Pot Stil Verfahrens, welsches darauf beruht, daß zum Teil(ca.30%) ungemälzte Gerste eingesetzt wird. Dies war eine Folge der hohen britischen Steuern auf gemälzte Gerste.

    1. Florian

      Hallo Christian. Leider habe ich deinen Kommentar erst jetzt entdeckt. Vielen Dank für den schönen und kurzen Exkurs. Das trifft leider zu, deshalb kann ich dir nur uneingeschränkt recht geben. Damit war dann Kilbeggan wieder im Spiel.

Schreibe einen Kommentar