Finest Spirits 2019

Finest Spirits 2019 – ist da mehr als Rum drin?

Bekanntlich ist der Herbst und Winter von diversen Genuss- und Spirituosenmessen geprägt. Die Messesaison 2018/2019 gipfelte für uns im Besuch der Finest Spirits 2019. In den folgenden Zeilen lest ihr über unseren persönlichen Messerundgang.

Wie immer werden wir versuchen die Messe aus unserem Blickwinkel zu beleuchten. Denn die Finest Sprits 2019 im Münchener MVG-Museum ist mit mittlerweile 120 Ständen von winzigem Eckstand bis zum bombastischen Auftritt einiger Spirituosenkonzerne eine ebenso ein- wie ausladende Veranstaltung. Deshalb nutzten wir die Gelegenheit uns mit dem Presserundgang am Freitag Mittag einen ersten Überblick zu verschaffen. Nach der Begrüßung durch Frank-Michael Böer kam er gleich zum Hauptthema:

2019 lag der Fokus der Finest Spirits auf dem Thema Rum. Wir waren gespannt, denn Rum ist zwar in der Barszene schon immer zuhause – nur wir hatten bis letztes Jahr dieses Kulturgut nicht wirklich auf dem Schirm. Bevor es allerdings auf die eigentliche Pressetour los ging, lies der Veranstalter noch eine Bombe platzen: Vor Kurzem wurde die Messe, zusammen mit ihrer Schwester Braukunst Live, verkauft und wird ab nächsten Jahr unter neuer Führung stattfinden. Grund genug die Veranstaltung nun in vollen Zügen zu genießen. Los geht’s mit unserem Messerundgang

Glenfiddich

Wie im letzen Jahr war der Stand von Campari bzw. Glenfiddich Teil der Pressetour und bot einen ersten Berührungspunkt mit dem Thema Rum an. Die schottische Brennerei hatte mit dem “Fire & Cane” aus der Experimental Series einen Whisky der Gegensätze im Gepäck, der für Diskusion sorgen soll. Der getorfte Single Malt reift nicht nur in Bourbonfässern, sondern erhält in Rumfässern noch sein experimentelles Finish. Die Verbindung aus Rauch (Fire) und der Süße der Zuckerrohrspirituose (Cane) ist durchaus einen Versuch wert.

Tastingnotes: In der Nase dominiert erstmal der rauchige Part, im Geschmack weicht der Rauch dann einer Süße aus Rum-Noten, Toffee und Früchten. Insgesamt ein sehr milder, gefälliger Whisky mit langanhaltendem Abgang.

Paul John Indian Single Malt Whisky

Die erste Neuentdeckung auf der Finest Spirits 2019 war ein Whisky aus Indien, genauer gesagt aus Goa. Es ist immer wieder spannend ein neues whiskyherstellendes Land und deren Besonderheiten kennen zu lernen. Lange bevor es die Single Malt Whiskys gab, war John Distillers mit der Marke “Original Choice Whisky” schon ein Big Player im indischen Markt. Da der Alkohol aber aus Melasse und nicht aus Getreide gewonnen wird, handelt es sich zwar trotz des Namens nicht um einen Whisky, lässt aber die Erfahrung der Macher in der Spirituosenherstellung erkennen.

Der Bremer Spirituosenkontor brachte die echten Single Malts mit nach München. Florian hatte den “Brilliance” im Glas, einen komplett ungetorften Whisky. Die Brennerei hat zwar auch rauchige Whiskys in verschiedenen Abstufungen im Programm, dafür wird jedoch Torf aus Schottland importiert. Die anderen Zutaten sind jedoch indischer Herkunft, unter anderem die Gerste die sich von hiesiger Gerste unterscheiden soll. Außerdem wurde uns erzählt, dass der Whisky unter den klimatischen Bedingungen in Goa schneller reift als europäischer Whisky. Das lässt darauf schließen, dass es sich um eine recht junge Abfüllung handelt.

Tastingnotes: Beim “Brilliance” war die Gerste im Nosing gut wahrnehmbar. Im Geschmack kamen Vanillenoten und reife Früchte hinzu.

Bowmore

Ein echtes Highlight auf der Finest Spirits 2019 war die Verkostung eines 20 Jahre alten Handfilled Bowmore aus dem Oloroso Sherry Fass. Da wir beiden sehr auf Sherry Finishes abfahren, waren wir auf die Kombination mit einem rauchigen Islay-Whisky sehr gespannt.

Tastingnotes: Beim Nosing sticht einem direkt eine intensive Portion Andalusien in die Nase, erst dann kommt das bowmoretypische Lagerfeuer dazu. Und auch im Geschmack dominiert hier das fruchtige Sherry Finish, ist aber mit dem Rauch und einer schweren Süße (wie Honig z.B.) gut ausbalanciert.

Wir würden den Whisky ja gerne jedem empfehlen, der sich über diesen Weg an rauchige Vertreter heranwagen möchte. Allerdings dürfte das bei einer per Hand abgefüllten Single Cask Abfüllung mit etwas über 600 Flaschen eher schwer werden.

Die Finest Spirits Bar

Zeit sich etwas auszuruhen. Die Signature Bar der Finest Spirits 2019 versuchte dazu mit bunten Sonnenliegen und Tischchen das Karibikfeeling einer Tiki-Bar in die alte Industriehalle zu holen. Nicolas hatte es sich aufgrund der Erzählungen von Florian vom letzten Jahr allerdings gemütlicher vorgestellt. Und bevor wir aus den tiefen Liegestühlen am Ende nicht mehr hochkommen haben wir uns an die Bar ges(t)ellt und Richie Link, dem Barkeeper vom Freebird in München-Schwabing beim mixen zugeschaut. Sein Signature Cocktail für die Messe namens “Rossis Caddilac” war ein Old Fashioned mit Rum. Ron Millionario 10 (in der Aniversario Cincuenta Edition) mit Chocolate Bitter, Karamelllikör und Orange war seiner Beschreibung nach “totally overdose”. Aber auch dieser schwere Drink hätte besser zu den Ledersofas- und Sesseln vom letzten Jahr gepasst. Florian hatte noch einen zweiten Drink – die Kreation “Wilma”. Diese Variante des Hurricane Cocktails wurde mit Maracujasaft und mexikanischem Jalapeño-Sirup gemixt. Überraschend harmonisch und erfrischend.

Einen Kritikpunkt müssen wir trotzdem loswerden. Auf der Pressetour war die Bar der einzige echte Berührungspunkt mit dem Messethema Rum. Da hätten wir uns mehr erwartet.

Mackmyra

Einen Besuch bei Mackmyra macht man am besten am Anfang einer Messe, denn der Platz um den Stand füllt sich sehr schnell. Das liegt unter anderem natürlich an dem umfangreichen Sortiment der Schweden, aber zum Großteil ist das der charismatisch, lauten Art von Jens Fezer (Mackmyra Deutschland), Johannes Krause und Sepp Fischer (beide Brand Ambassador für Mackmyra) zu verdanken.

Die Auswahl alleine würde schon für einen kompletten Messetag reichen und so stürzen wir uns erstmal auf die Neuzugänge. (By the Way: idealerweise plant man für die Finest Spirits sowieso mehr als einen Tag ein, auch 2019 war es wieder unmöglich alles zu sehen). Aus der Moment Serie haben wir den neuen KARIBIEN probiert. Dieser feine Tropfen ist ein Blend aus 8-12 Jahre alten Whiskys die in Fässern des jamaicanischen Plantation Rums (ca. 75%) und Ex-Oloroso und Kirschweinfässern gelagert wurden. Die 44,4% vol. sind zwar durchaus eine angenehme Trinkstärke, ein paar Tropfen Wasser helfen dem Whisky aber seine komplette Aromenvielfalt zu entfalten. Auch für Sherryfans durch den Oloroso-Anteil eine klare Kaufempfehlung.

Mackmyra hat mit der neuen limitierten Rotspon Double Wood Reihe außerdem eine weitere interessante Abfüllung geschaffen. Die Serie entsteht in Kooperation mit einem Hamburger Weinhändler, der Weine aus Bordeaux per Schiff in die Speicherstadt bringen lässt. Nach der Entleerung der Rotweinfässer werden diese mit Mackmyra Whisky neu vermählt und im Lagerhaus des Weinhandels noch einige Jahre nachgelagert. Die Flaschen tragen übrigens den Namen des jeweiligen Schiffs, welches das Fass nach Hamburg gebracht hat. Alle Vertreter dieser Edition haben Fassstärke (über 50 Vol%) und werden ungefärbt abgefüllt. Die tolle braunrote Farbe stammt alleine aus dem Finish.

Tastingnotes: Genauso intensiv wie die Farbe ist der Whisky auch im Geschmack. Mit ein paar Tropfen Wasser erreicht man hier eine wahre Geschmacksexplosion voller fruchtiger Noten und spürbarem Holz.

Tonka Gin

Die Tonkabohne gehört zu den Zutaten, die bis vor ein paar Jahren abseits vom Dessert-Bereich gehobener Küchen bei uns noch weitestgehend unbekannt war. Mittlerweile hat der Samen dieser unscheinbaren Hülsenfrucht aber auch private Küchen und Bars erobert. Doch niemand stellt die Bohne als Leit-Botanical so in den Vordergrund wie der Tonka Gin. Da Nicolas den Gin bisher nicht probiert hatte, lies er sich die Gelegenheit nicht entgehen ihn mal pur zu verkosten. Die Vanille-Note, die man der Bohne nachsagt ist auch im Gin deutlich wiederzufinden. Dazu gesellen sich grasige Geschmacksnoten und (nicht sehr stark) ausgeprägter Wacholder. Definitiv ein Gin den man pur genießen sollte, etwa zum passenden Dessert mit Tonkabohne. Denn im Gin & Tonic geht vieles was den Gin ausmacht verloren. Er wird einer unter vielen süffigen Sommergins, der sich mit aromatiserten Tonics oder auch Rosenblüten-Limonade gut auf jeder Grillparty macht.

Viel interessanter war da die Fasslagerung, die Florian im Glas hatte. Zuerst dachte er sich: noch eine Fasslagerung eines Gins. Muss das sein? Probieren wollte er trotzdem. Über etwas schimpfen, was man nicht probiert hat, ist nicht fair. Er unterscheidet sich geschmacklich stark von vielen anderen bisher probierten Fasslagerungen. Die Verwendung eines Plantation Barbardos Rumfasses ist schon etwas Besonderes im Bereich der Barrel Aged Gins. (Hier wird aus finanziellen Gründen sehr gerne auf Maulbeerfässer zurückgegriffen.) Aber nun zum Geschmack. Der ursprüngliche, stark vanillige Charakter des Tonka Gins ist hier nur noch entfernt erkennbar. Das ist jedoch keinenfalls negativ. Die gereifte Variante überrascht nämlich mit einer eigenen aromatische Handschrift: fruchtig süßlich, leichte Vanillenoten und herbe Gewürze. Kräuter schmeckt man auch noch raus.

Florians Fazit: Die Fasslagerung des Tonka Gins ist der bisher interessanteste und eigenständigste “Barrel Aged Gin”. Trotz bestehender Meinung, ein Gin gehöre nicht in ein Fass, hat dieser seine Daseinsberechtigung. Anders als die Mitbewerber ist diese Fasslagerung übrigens mit “nur” 40 Vol-% abgefüllt worden. 7 Volumenprozent weniger als der klassische Tonka Gin sollen dem Fass-Charakter genug geschmacklichen Raum lassen.

Knut Hansen Dry Gin

Der Hamburger war unsere Überraschung der Finest Spirits 2019. Der Gin ist uns noch von einem Blind Tasting 2017 sehr negativ im Kopf geblieben. Dem Hypetrain konnten wir trotz schicker Steinzeug-Flasche und tollem Branding nicht folgen. Am Samstag hat er seine zweite Chance nun doch noch bekommen. Und wir müssen unsere negative Meinung komplett revidieren. Zusammen mit Kaspar Hagedorn, Geschäftsführer von 4anchors und Knut Hansen, haben wir vermutet, dass der Gin damals durch Fremdabfüllung in Sample-Flaschen diesen unzumutbaren Nebengeschmack- und Geruch mitbekommen haben muss.

Tastingnotes: Dieses Mal ist alles anders. Im Nosing klar erkennbar sind Lavendel und Apfel. Geschmacklich überzeugt der “Knuti” durch seine Würzigkeit, die norddeutschen Äpfel und natürlich Wacholder. Trotz seines rauhen Seefahrer-Images schmeckt man die Milde eines holsteinischen Handwerksbetriebs. Nicolas hat sein Probierschlückchen direkt pur zu Ende genossen. Florian hat den Knut Hansen mit Goldberg Dry Tonic verkostet. Wenn man ihn als Gin & Tonic genießen möchte, dann mit Goldberg Dry, da man Knut Hansen noch sehr gut erkennen kann. Aber auch mit einem klassischen Indian Tonic Water erhält man einen fruchtig frischen Gin Tonic, verliert dafür aber an seiner Eigenständigkeit.

Tomatin

Die Brennerei Tomatin aus den schottischen Highlands hat in Deutschland vor Kurzem den Vertriebspartner gewechselt. Daher versuchten einige Tomatin-Freunde ihr Glück bestimmt erst am großen Messestand von Kammer Kirsch – vergeblich. Denn der Karlsruher Importeur hatte Tomatin mit einer besonderen Überrschung an einem eigenen kleinen Stand im Mittelgang untergebracht. Hier trafen wir zu unserer Freude auf Scott Adamson, den Global Brand Ambasssador von Tomatin. Da Florian bekennender Tomatin Fanboy ist und bereits einige Flaschen zuhause hat, fiel unsere erste Wahl auf den Cask Strength. Die Abfüllung mit 57,5% Vol. reiht sich gut ins Sortiment ein. Den tollen Brennereicharakter Tomatins gibt er gut wieder – nur eben auf eine andere Stufe gehoben. Danach war der Cù Bòcan an der Reihe. Wesentlich “unrauchiger”, als Florian ihn erwartet hätte. Schön ausgewogen verbindet sich der typische Tomatin Charakter in einer Leichtigkeit mit rauchigen Noten.

Nach einem ausführlichen Gespräch mit Tipps für Florians anstehende Schottland-Reise zauberte Scott unter dem Tresen eine Flasche New Make aus der Distillerie hervor, die wir ebenfalls verkosten durften. Es ist immer wieder fas(s)zinierend einen Whisky zu probieren, bevor er durch die Reifung zu eben diesem wird. Das Destillat war extrem intensiv – kein Wunder bei ca. 70 Volumenprozent. Die einzige klare Geschmacksnote, die wir beschreiben können war Banane.

Eine Nette Anekdote zum Schluss: Den Stand zierte großflächig ein Motiv aus der Werbekampagne “The softer side of the Highlands”. Das Foto mit dem Highland Rind in Gummistiefeln wurde tatsächlich so aufgenommen, wie uns der Ambassador in bestem humorvollem Schottisch erklärte. Es war ein Drama, das Rind in die Gummistiefel zu bekommen. Dabei wäre es mit Photoshop ja so einfach gewesen. Aber wo wäre da der Anspruch geblieben?

Illusionist Gin

Entstand aus der Überlegung, die Schmetterlingsblüte aus Thailand in einem Produkt in Deutschland zu verarbeiten. Die Liebe treibt manchmal seltsame Blüten. Und die Liebe zum Kochen und zu Thailand brachte Tim Steglich auf die Idee die sogenannte Schmetterlingsblüte in einem Gin zu verarbeiten. Aufhänger, und damit die USP des Produktes, ist die Farbänderung des Getränks durch die Blüte. Beim Hinzugeben von kohlensäurehaltigen Fillern (Wie Tonic Water, Soda, Ginger Ale etc.) verfärbt er sich von blau über lila bis rosa. Kippt man dagegen basische Flüssigkeiten wie z.B. Münchner Leitungswasser in den Gin, verfärbt dieser sich erst türkis und wird danach gelb.

Magie? Eher Chemie. Als Botanicals sind neben der Schmetterlingsblume vor allem Mazis (die Schale der Muskatnuss), Süßholz, Ingwer und Lavendel verwendet worden. Sein Alleinstellungsmerkmal ist vor allem die Farbe bzw. die Änderung dieser in bestimmten Kombinationen. Geschmacklich konnte er uns jedoch nicht vollends überzeugen. Es ist durchaus ein anständiger Gin, aber damit leider nur einer unter vielen.

Tastingnotes: In der Nase leicht mediterran. Im Geschmack peffrig, Ingwer & Muskat.

Schrödingers Katze Gin

Die nächste Neuentdeckung der Finest Spirits 2019 entstand aus einer Hassliebe mit der Formel zu “Schrödingers Katze”. Neben der persönlichen Bedeutung der Formel für die Macherin führten außerdem ihre Katzenhaarallergie und das Leitbotanical Katzenminze zu diesem Namen. Neben diesem Kraut sind unter anderem Heidelbeeren, Zitronenthymian und natürlich Wacholder verarbeitet worden. Auch wenn getrocknete Katzenminze für Florian in der Nase etwas von Katzenstreu hatte, hat der Gin beim verkosten Lust auf mehr gemacht. Von diesem werdet ihr sicher noch mal lesen.

Sipsmith Gin

Bereits am Freitag auf der Pressetour entdeckte Florian einen alten Bekannten – das Gin Cab von Sipsmith. Der Gin mit dem Schwanenhals präsentierte sich gewohnt edel. Neben dem Gin Cab glänzte die Bar und lud zu leckeren Gin & Tonics ein.

Wer den Sipsmith Gin noch nicht kennt verpasst einen Gin, wie er klassischer nicht sein könnte. Der Wacholder steht hier eindeutig im Vordergrund. Wem das aber trotzdem nicht reicht findet mit dem V.J.O.P. die “verschärfte” Variante davon vor. V.J.O.P. steht für Very Junipery Over Proofed und beschreibt den Navy Strength Gin eigentlich perfekt. Typische 57,7% Vol. Alkohol und eine Wacholderbombe vor dem Herrn. Für den süßen Zahn bietet Sipsmith in Deutschland außerdem noch einen Sloe Gin an. Wann und ob die anderen Sorten bald hierzulande erhältlich sein werden, konnten wir Fabian Fischer von Beam Suntory leider nicht entlocken. Dafür erklärte er uns die aktuellen Umbaumaßnahmen am Gin Cab und ließ uns eine Runde im Taxi chillen.

An der Bar hatten wir drei Gin & Tonic Varianten: Den Klassiker mit Tonic Water, den Sloe Gin mit Bitter Lemon (garniert mit einer Himbeere und Zitronenspalte) und die Winteredition (Gin und Sloe Gin Halb-und-Halb, aufgefüllt mit Indian Tonic).

Zott Destillerie

Kurz vor dem Ende des Messebesuchs haben wir noch bei der Zott Destillerie aus Ustersbach vorbeigeschaut. Neben dem Brandwehr Gin führen sie vor allem sehr aromatische Obstbrände. Eigentlich ist das ja nicht so unser Spezialgebiet. Hier sind aber einige erwähnenswerte Produkte dabei gewesen, wie ein neuer Pomeranzenbrand. Florian hat noch nie so einen fruchtigen Brand im Glas gehabt. Auch nicht zu verachten waren der rauchige Williams Christ Birne und der 8 Jahre in Cognacfässern gelagerte Apfelbrand. Aufgrund der fehlenden Expertise bleibt hier jedoch nur das Fazit: Schmeckt!

Und sonst so?

Neben den im Artikel benannten Herstellern, Produkten und Importeuren genießen wir es auf jeder Messe bei Bekannten und Freunden vorbei zu schauen, auch wenn sie gerade keine neuen Produkte im Sortiment haben. Eine feste Anlaufstelle ist mittlerweile der Stand von Bavarian Moonshine. Neben den Likören und dem Moonshine ist es die Herzlichkeit der Familie Schnell, die uns immer wiederkehren lässt. Für dieses Jahr stehen die bayrischen Whisky(liköre) aus dem Marmeladenglas auf jeden Fall auf dem Redaktionsplan.

Selbstverständlich haben wir auch mal wieder bei Max und Jens von Huckleberry Gin vorbeigeschaut. Diesen Gin findet ihr schon auf unserem Blog. Die Kombination mit Ginger Beer allerdings hat dem bekannten Produkt neben den vielzähligen Gin & Tonic Variationen trotzdem mal wieder einen neuen Twist gegeben.

Am Stand von JWhisky.de herschte am Messesamstag durchgehend viel Betrieb, trotzdem blieb Zeit für einen kurzen Ratsch mit Jürgen. Und bei der enormen Auswahl an japanischen Spirituosen schafft er es auch jedes Mal uns einen unbekannten Whisky oder Gin einzuschenken.

Sieberts Whiskywelt aus München-Pasing war dieses Jahr auch das erste Mal auf der Messe mit einem Stand, kurz vor ihrem einjährigen Jubiläum. Marcel und Basak hatten viele unabhängige Abfüllungen von Whisky Chamber und dem Whisky Druid im Gepäck. Schaut mal in München-Pasing bei den Beiden vorbei. Mega sympathisch und ne große Auswahl!

Und zuletzt wollen wir auch unsere lieben Bloggerkollegen nicht unerwähnt lassen, die wir auf der Messe getroffen haben. Egal ob das erste Treffen mit Ginday, die Pressetour gemeinsam mit Omoxx und Delicous Stories, ein kurzes Hallo mit Whisky & Vinyl oder ein Austausch mit Ginvasion. So macht bloggen Spaß! Danke für eine schöne Finest Spirits 2019.


2 Gedanken zu „Finest Spirits 2019 – ist da mehr als Rum drin?

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