Finest Spirits Festival 2020 | Der Single Malt im Mittelpunkt

Für Spirituosenliebhaber und Genießer aus München und Umgebung ist das Finest Spirits Festival Anfang Februar schon seit über 15 Jahren eines der ersten Highlights im Jahr. Und auch wir haben die Messe, die vom 07. – 09.02.2020 im MVG Museum stattfand, wieder besucht und unsere Eindrücke mitgebracht.

Dieses Jahr markiert gewissermaßen einen Neuanfang für die Finest Spirits und das Schwester-Festival “Braukunst Live”. Wie im letzten Jahr bekannt wurde, erwarb der Meininger Verlag die Rechte an den beiden Events vom Gründer und langjährigen Veranstalter Frank-Michael Böer. Wir haben uns deshalb etwas genauer umgeschaut und festgestellt, dass es auch unter neuer Führung Pro und Contra gibt. Aber dazu später mehr.

Auftakt zum Finest Spirits Festival

Mit dem Presserundgang starten wir, wie jedes Jahr, den Besuch auf der Finest Spirits. Zusammen mit der Presse und Bloggerkollegen erfährt man dort ein paar Hintergründe und stattet den Premiumpartnern einen Besuch ab. Die Begrüßung übernahm der neue Eigentümer der Messe: Christoph Meininger. Er ging kurz auf den Anspruch des Meininger Verlags als führendes Fachmedienhaus im Getränkesektor ein. Die Übernahme der beiden Münchner Messen vor einem Jahr und des Szenemagazins “Mixology” vor wenigen Monaten verstärken diesen Anspruch. Danach stellte er uns einen langjährigen Mitarbeiter vor. Alexander Thürer ist Chefredakteur der Zeitschrift “Brannt”, Redakteur bei verschiedenen anderen Meininger-Publikationen (u.a. FIZZ) und Vorstandsmitglied im ISW. Der International Spirits Award war übrigens mit einem eigenen Stand auf dem Festival vertreten, an dem man sich im Blind Tasting als Jurymitglied versuchen konnte und sogar die Chance hatte beim nächsten Award dabei zu sein.

Alles neu macht der Malt?

Herr Thürer wies auch auf die wichtigsten Neuerungen hin, die dieses Jahr eingeführt wurden.

  • im Vergleich zu den Vorjahren wurde der Messeshop abgeschafft und die Spirituosen können nun an jedem Stand erworben werden.
  • Die Masterclasses sind nun im Vorfeld online buchbar. Auch dieses Jahr war wieder ein hochkarätiges Programm geboten.

Den Fokus auf ein Thema möchte man beibehalten. Für 2020 hat man sich für den Schwerpunkt Single Malt Whisky entschieden. Aber nicht nur der pure Genuss sollte im Vordergrund stehen, auch die Verwendung als Cocktailspirituose sollte an der Finest Spirits Bar gefeiert werden. Ein Frevel? Wir finden nicht. Dass die tolle Bar im Vergleich zu letztem Jahr geschrumpft ist hat uns allerdings nicht so gut gefallen. In erster Linie gingen dadurch Sitzgelegenheiten verloren, die auf dem ganzen Festival eh schon rar waren.

“Unsere” Finest Spirits

Obwohl wir wieder zwei Tage vor Ort waren mussten wir uns natürlich wieder begrenzen und konnten nicht jeden Stand besuchen. Passend zum Fokusthema konzentrierten wir uns 2020 auf Single Malt bzw. Whisky generell und ließen Gin und andere Spirituosen, bis auf ein paar Ausnahmen, außen vor. Im folgenden stellen wir euch ausgewählte Hersteller und Produkte kurz vor:

Metaxa

Neu präsentierte sich einer der größten deutschen Spirituosenvertriebe Eggers & Franke mit der griechischen Spirituose Metaxa auf dem Finest Spirits Festival 2020. Christiane Beckmann (Foto), Product Manager bei Eggers & Franke, stellte uns die griechische Spirituose vor. Wir kennen sie hauptsächlich vom Griechen an der Ecke, hätten dir aber keine Tipps oder Informationen zu Metaxa geben können. Höchstens, dass es sich um einen Weinbrand handelt. Anhand verschiedener Altersstufen des Metaxa konnten wir uns darüber informieren, wie sich die Holzfasslagerung anhand der Dauer auf den Weinbrand auswirkt. Überzeugt hat uns das jedoch nicht wirklich, was aber an unserem persönlichen Geschmack lag. Zum Abschluss gab es allerdings noch einen leckeren Cocktail mit Metaxa. Mehr zu Cocktails mit Spirituosen findest du in unserer Cocktails-Kategorie.

Finest Spirits Festival 2020 - Eggers & Franke - Metaxa

Laphroaig

Teil der Pressetour auf dem Finest Spirits Festival 2020 war der Premiumpartner Beam Suntory mit der bekannten Marke Laphroig. Nun, über torfigen und extrem rauchigen Whisky kann man bekanntlich streiten. Während die Einen ihn lieben, drehen sich die Anderen angewiedert weg. Wer sich in der zweiten Kategorie einordnet sollte lieber beim nächsten Abschnitt weiterlesen, denn wenn man sich drauf einlässt kann man sogar als bekennener Nichtraucher einen Laphroaig genießen.

Wir hatten die Gelegenheit, den Laphroaig Lore und einen 25-jährigen Whisky der Islay-Brennerei zu probieren. Bei dem Einen handelte es sich um einen Whisky mit NAS (= No Age Statement) und 48 Vol-%. Darin wurden bis zu 21 jährige Whiskys der Brennerei vermählt. War ganz lecker, mit trocken erdigem Rauch. Sogar relativ intensiv, was ja auch für einen größeren Anteil jüngerer Malts spricht. Und dem zweiten Laphroaig merkte man das Alter sichtlich an. Vor allem aber geschmacklich. Der Laphroaig 25yo wirkte gesetzt und aromatisch, der Rauch war bereits nicht mehr so intensiv wie bei jüngeren Peated Malts – sondern sehr gut und cremig eingebunden.

Jens Rosenberg, der Brand Ambassador von Laphroaig, stellte auch das seit 1994 existierende Angebot Friends of Laphroaig vor. Mittels eines Codes in jeder Laphroaig Verpackung kann man sich zu diesem Programm anmelden. Hierfür erhält man einen symbolischen Quadratfuß Land auf der Insel Islay und erhält alle wichtigen News von der Brennerei sowie den Zugang zu exklusiven Angeboten. Wer unter euch ist bei diesem Programm angemeldet? Wir freuen uns über einen kleinen Erfahrungsbericht im Kommentarbereich!

MBG / Goldberg

Die große stylische Bar von MBG stand – wie auch in den letzten Jahren – wieder an der gleichen Stelle der Finest Spirits. Neben den ganzen Goldberg Mixern konnte man hier Cocktails und Gin Tonics genießen. Der Importeur hatte zudem u.a. den Mermaid Gin, die kolumbianische Rum Marke Dictador sowie den Blended Whisky Cutty Sark mitgebracht. Letzterer, der nach dem schnellsten Segelschiff seiner Zeit (1923) benannt wurde, ist ein Blended Scotch Whisky für den einfachen Geschmack. Er eignet sich mit dem richtigen Filler jedoch wunderbar für einen leckeren Highball, wie z. B. mit dem Ginger Ale von Goldberg. Ordentlich Charakter erhält der Dictador Best of Extremo 1987 durch die sorgfältig ausgewählten alten Rumfässer, die zuvor u.a. mit Sherry und Portwein belegt wurden. Geschmacklich dominieren vor allem Honig und Kaffeebohnen den kolumbianischen Rum, dessen Basis aus Zuckerrohrsirup besteht.

Finest Spirits Festival 2020 - MBG / Goldberg

Douglas Laing / Remarkable Regional Malts

Am Stand des Bremer Spirituosenkontors traf Florian einen alten Bekannten. Bereits im Juni letzten Jahres probierte Florian das erste Mal den Scallywag von Douglas Laing. Dabei handelt es sich um eine Abfüllung in der Reihe Remarkable Regional Malts. Timo Lambrecht stellte den Blended Malt mit 46 Vol-% vor und lies uns probieren. Ein leckerer Tropfen, den wir uns jederzeit wieder einschenken würden.

Hans-Jürgen Gin

Am Stand von Hans Jürgen Gin erwartete uns ebendieser mit seinem neuen fassgereiften Gin, der in ein grünes Etikett gehüllt ist. Hierfür lagerte der Hans Jürgen Sommer Gin für ein knappes Jahr im Fass. Du hast richtig gelesen, ein ganzes Jahr durfte er in diesem neuen Holzfass reifen. Das verlieh ihm leckere Kräuternoten. Ganz gut zu trinken, allerdings hat der Gin für uns zu lange im Fass gelegen. Wir greifen lieber wieder zum Hans Jürgen Sommer Gin oder zum Hans Jürgen Eiszeit.

Loch Lomond / Milk & Honey Distillery

Der deutsche Importeur Destillerie Kammer-Kirsch war mal wieder mit einem sehr breiten Produktportfolio und einem dementsprechend großen Stand vertreten. Florians erster Weg führte ihn zu Sebastian Büssing, den er an diesem Tag nach unzähligen Chats endlich persönlich kennenlernte. Sebastian ist der deutsche Brand Ambassador der am schottischen Loch Lomond gelegenen Brennerei. Sie ist für Abfüllungsserien bekannt, die unterschiedliche Brennstile vertreten. So verfügt die Brennerei, die leider nicht für Besucher zugänglich ist, über traditionelle kupferne Pot Stills, Straight Neck Pot Stills, für reinen Malt Blended Whisky gebaute Continuous Stills und Continuous Grain Stills für Grain Whisky.

Florian probierte den Loch Lomond 1999 Carnoustie mit 47,2 Vol-%. Im Geruch vereinte der 19 Jahre alte Single Malt den Duft einer frischen Wiese mit erdigen Tönen, viel Vanille und ein bisschen Apfel-Birnen-Salat. Auch im Geschmack fanden sich der Apfelsaft und Birnen wieder, wurden aber von Getreide, Vanille, etwas Haselnuss, leichter Fruchtsäure, tropischer Frucht, scharfem Pfeffer und holzigen Tönen ergänzt. Warm, holzig und süß fiel zudem der Abgang aus. Ein sehr ausgewogener und leckerer Whisky, allerdings im Vergleich zum 18-jährigen Loch Lomond auch ein ordentlicher Preissprung auf 149 Euro!

Außerdem hatten sie den M&H Classic dabei, auf den Nicolas sehr gespannt war. Der erste Whisky der Milk & Honey Distillery aus Tel Aviv soll sich durch seine “schnelle” Reifung auszeichnen. Das Phänomen kann man auch bei anderen Whiskys aus warmen Klimazonen beobachten, wie dem Bain’s aus Südafrika. Die hohe Erwartungshaltung konnte der 3-jährige Single Malt zwar noch nicht befriedigen, die Brennerei sollte man jedoch auf dem Schirm behalten und in ein paar Jahren ohne Messestress neu beurteilen.

Penderyn

Am Stand von Schlumberger, die viele bekannte Whiskymarken für Deutschland importieren, probierte Florian bei Bastian Denkler einen Penderyn Whisky aus Wales. Bastian Denkler ist deutscher Brand Ambassador der walisischen Brennerei und bat mir den Penderyn Rich Oak an. Diesen Whisky gab es zuerst nur als Single Cask Abfüllung in Fassstärke. Als die Nachfrage aber so sehr nach diesem Whisky wuchs, hat man sich dazu entschieden, ihn in Trinkstärke (46 Vol-%) in die Standard Range aufzunehmen. Er reifte in Ex-Bourbon-Fässern und bekam sein Finish in Ex-Rotwein-Fässern. Diese Rotweinfässer wurden hierfür extra ausgeschabt, getoastet und erneut verkohlt. Dadurch nimmt die aktive neue Holzschicht einen stärkeren Einfluss auf das Destillat. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In der Nase nimmt man in allererster Linie eine starke Würze und Zartbitterschokolade mit sehr hohem Kakaoanteil wahr. Eine Gewürzmischung aus Pfeffer und Zimt umrahmt fruchtig-aromatische Noten von Mango und Banane. Der Penderyn Rich Oak ist sehr cremig im Geschmack und bietet intensive Holznoten. Karamellisierte Nüsse, Vanille und Zimt sorgen für ein komplexes Aroma. Ein leckerer Whisky, der noch länger am Gaumen seine cremigen Spuren hinterlässt.

Kymsee Whisky

Ganz anders hingegen waren die Meinungen über den Kymsee Whisky. Der Bavarian Single Malt vom Chiemsee ist nun schon einige Jahre auf dem Markt, war für uns aber ganz neu und überraschte gleich beim ersten Schluck. Wer meint junger, deutscher Whisky könne nichts sein bekommt hier den Gegenbeweis auf dem Silbertablett serviert. Florian probierte mit dem Sherry Cask Finish und dem Whisky aus dem Bunnahabhain Fass gleich die Sahnestücke, seine Frau erfreute sich am 5-Jährigen und Nicolas nahm den 3-Jährigen Whisky auseinander um sich dem Kymsee vom unteren Ende her zu nähern. Unsere drei Meinungen fielen jedoch gleich positiv aus. Wenn das Ausgangsprodukt stimmt reichen drei bzw. fünf Jahre um einen geschmackvollen, runden Whisky zu bekommen.

Kymsee Whisky - Finest Spirits Festival 2020

Mackmyra Swedish Single Malt Whisky

In Erinnerung an die Finest Spirits 2019 haben wir natürlich wieder bei Jens, Johannes und Sepp von Mackmyra vorbeigeschaut. Während Nicolas mit dem Karibien aus einem Rumfass Florians Entdeckung von der 2019er Messe probierte, entschied sich Florian abermals für eine Abfüllung aus der Rotspon Serie. Die Auswahl zwischen rauchig (“Alster”) und nicht rauchig (“Elbe”) fiel Florian dann relativ leicht. So hatte er dann mit dem Elbe ebenfalls einen sehr leckeren Whisky aus dem Rotweinfass im Glas. Im Anschluss probierte Nicolas noch den Motörhead Rum. Lecker, sehr süß, perfekt zum Nachtisch. Nebenbei erwähnt ist es immer wieder interessant, wie Jens, Johannes und Sepp mit ihrer Redegewandtheit und Freude an ihrer Arbeit so vielen Messebesuchern einen Whisky, mindestens jedoch ein Lächeln (ein)schenken.

Mehr zu der Rotspon Abfüllungsreihe und dem Mackmyra Moment Karibien findest du in unserem Finest Spirits Messebericht 2019.

Woodland Sauerland Dry Gin

Auf Empfehlung der Bloggerkollegen von Ginvasion mussten wir auf unserer Whisky-Tour am zweiten Messetag bei Woodland eine kurze Ginpause einlegen. Während sich Nicolas dem Master Cut zuwandte, lies sich Florian von Jan Blumenthal (“Bartender Blume”) mehr zu der Marke und den verschiedenen Gins erzählen – probieren natürlich inklusive.

Geschmacklich konnten uns die Gins von Woodland überzeugen, doch was ist der Master Cut? Das ist ein fassgelagerter Gin, der für sechs Monate in ehemaligem St. Kilian Whiskyfässern reifen durfte. Ein schöner und ausgewogener Gin, der angenehme Fassaromen bietet, ohne zu intensiv zu sein.

Finest Spirits Festival 2020, Woodland Gin

Hopster

Auf der Suche nach einer alkoholfreien Erfrischung wurden wir am Stand von Hopster fündig. Nein, es geht natürlich nicht um die hüpfenden Anhänger einer Subkultur sondern um eine leckere Hopfenlimo. Wer den Geschmack von Hopfen generell mag und leicht herbe, fruchtige Erfrischungsgetränke bevorzugt ist hier genau richtig. Hopster ist nicht so süß wie herkömmliche Limonaden und setzt auf ein ganz anderes Geschmackserlebnis.

Deanston & Bunnahabhain

Natürlich mussten wir auch noch bei Chantalle Seidler Halt machen, die für die Firma Distell u.a. die Whisky-Marken Bains, Tobermory, Deanston und Bunnahabhain vertritt. Wer die beiden Masterclasses von ihr am Freitag und Sonntag verpasst hat, hatte am Stand noch eine sensationelle Auswahl offener Flaschen zum Genießen. Wir nutzten die Gelegenheit und probierten den bereits nahezu vergriffenen Deanston 20yo, der sein komplettes Alter in Oloroso Sherry Fässern lagerte. Ein wirklich feiner Tropfen, hier dominieren vor allem süßer Honig und Sherryfrüchte gepaart mit schweren Schwefeltönen und etwas Salz im Vordergrund, während im Hintergrund kräftige Eiche vorhanden ist. Nicolas hat sich kurzerhand die letzte Flasche des Importeurs geschnappt und darf sich auch in Zukunft an diesem tollen Tropfen erfreuen.

Florians Geburtstagsdram war dann zugleich auch unser bisher ältester probierter Whisky der Brennerei Bunnahabhain. Chantalle schenkte uns einen Bunnahabhain 1988 Vintage Marsala Cask Finish ein. Dieser 30-jährige Whisky durfte für die letzten drei Jahre in Marsala Fässern ruhen. Und landete just an diesem Abend auf dem Finest Spirits Festival 2020 in unserem Glas zum Verkosten.

Wer nun einen klassischen fruchtigen Bunnahabhain erwartet, wird etwas enttäuscht sein. Denn nur in der Nase und im Antritt auf der Zunge wirkt er frisch fruchtig und lässt gemeinsam mit einer Würzigkeit eine Assoziation zu Marsala Wein zu. Vor allem ledrig ist der Bunnahabhain 1988 Vintage im Geschmack, säuerliche Noten erinnern an vergorene Früchte. Das Aroma von Holz äußert sich sehr mild und weich. Das Meer um Schottland lässt sich durch etwas Meersalz erahnen, ergänzt wird es um pfeffrige Schärfe. Erst relativ spät zieht ein typischer Bunnahabhain Rauch nach. Ein paar Tropfen Wasser holen die Basis dieses Whiskys intensiver in den Vordergrund: Getreidearomen. Ebenfalls ein leckerer Tropfen, mit über 400 Euro Anschaffungspreis jedoch kein Fall für unsere Portokasse und damit eher ein Messeerlebnis als eine Flasche für die Hausbar.

Der süße Regenbogen

Kurz vor Schluss entdeckten wir dann noch den Stand vom süßen Regenbogen, einen Onlineshop für Fudge und Konfekt aus dem Vereinigten Königreich. Florian und seine Frau hatten bereits im letzten Jahr auf der Hochzeitsreise in Edinburgh Bekanntschaft mit dem Fudge-Hersteller gemacht. Als bekennendes Schleckermaul ließ es sich Nicolas natürlich nicht nehmen noch ein paar Stückchen Fudge zu kaufen.

Außerdem ließen wir es uns nicht nehmen ein paar Bekannten am Stand und auf den Gängen kurz Hallo zu sagen. Darunter waren der Ginmacher, Bavarian Moonshine, Huckleberry Gin, Lion Spirits, Siebert’s Whiskywelt und Cosmic Spirits (die tatkräftige Unterstützung vom Whiskyhändler Jürgen Liebenau hatten).

Fazit zum Finest Spirits Festival 2020

Auch dieses Jahr hatten wir wieder ein paar tolle Stunden auf der Finest Spirits mit ein paar guten Drams unter Freunden. Haben wir schonmal erwähnt, dass für uns Leute treffen mindestens so viel zum Erlebnis beiträgt wie das Event selber? (Steht in so ziemlich jedem Messebericht 😉 ) Aber wenn man dann noch ein erprobtes Konzept mit einer Location wie dem Münchner MVG Museum verbindet, dann ist es schon ein Erfolgsgarant. Wir finden der neue Veranstalter hat Vieles richtig gemacht, an ein paar Stellschrauben weiter gedreht und den Finest Spirits Charakter erhalten. Das führte letztlich zu rund 9.600 Besuchern bei mehr als 120 Ausstellern.

Über die letztjährige Finest Spirits (und den Jahren davor) gab es einige Stimmen, die Veranstaltung hätte sich vom Ursprung als Whiskymesse zu stark entfernt. Da wurde mit dem diesjährigen Fokusthema “Single Malt” mit der Bar, dem Programm der Masterclasses und der Ausstellerwahl gut gegengesteuert. Der Whisky kam definitiv nicht zu kurz. Dafür haben wir eine laute Stimme vernommen es gäbe zu wenig (neuen) Gin. Tja, man kann es halt nicht allen Recht machen. Wir finden die Vielfalt war gegeben und neben Whisky und Gin gab es auch Rum, Liköre und andere Brände zu entdecken.

Nach einem langen Tag auf den Beinen tun Abends natürlich die Füße weh – womit wir beim schmerzhaftesten Kritikpunkt des Finest Spirits Festival 2020 sind. Dem Mangel an “offiziellen” Sitzgelegenheiten um sich zwischendrin mal kurz zu entspannen. Besonders bitter ist es da natürlich, da die Bar inkl. Lounge kleiner geworden ist. Wer weiß, vielleicht liest jemand aus dem Hause Meininger diesen Beitrag und nimmt sich diesen schmerzerfüllten Schrei zu Herzen. Der letzte Satz ist natürlich mit Augenzwinkern zu verstehen, aber vielleicht würde das den ein oder anderen Besucher dazu bringen länger zu verweilen. Und davon profitieren schließlich alle Beteiligten.

Wir freuen uns schon auf das Finest Spirits Festival 2021, welches vom 05. – 07. Februar 2021 wieder im MVG Museum stattfinden wird.

Info PM Meininger Verlag 12.02.2020

2 Gedanken zu „Finest Spirits Festival 2020 | Der Single Malt im Mittelpunkt

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