Glühcider | Der heiße Trend aus Großbritannien

Dezember 2017 – Ich stehe auf einem Weihnachtsmarkt in London. Ein paar Schneeflocken fallen vom Himmel und mein warmer Atem zeichnet sich in der kalten Winterluft ab. Um mich herum strömen viele Menschen über den volksfestähnlichen Markt während ich mit einer kleinen, bunt bemalten Tontasse mittendrin stehe. Allerdings enthält sie keinen Glühwein sondern Mulled Cider. In diesem Beitrag möchte ich dir den britischen Trend für die kalte Jahreszeit näher bringen: Glühcider.

Einer der zahlreichen Weihnachtsmärkte in London

Was ist Mulled Cider?

Mulled Cider ist kein Glühwein. Zumindest nicht exakt das Gleiche. Unseren allseits bekannten Glühwein findet man in Großbritannien ebenfalls, dort wird er passend übersetzt Mulled Wine genannt. Allerdings möchten die Briten ja nicht einfach nur ein deutsches Produkt verkaufen, sondern auch selbst einen kleinen Trend schaffen.

Und so hat man einfach Cider genommen, den britischen Apfelwein, und erhitzt. In der kalten Jahreszeit kann man so nun auch Glühcider (engl. Mulled Cider) genießen.

So habe ich es also auf dem britischen Weihnachtsmarkt, der mit den ganzen Schießbuden und Jahrmarktständen wie eine Mischung aus Oktoberfest und deutschem Weihnachtsmarkt wirkte, sehr genossen mich mit mit meinem geliebten Apfel-Cider in der Glühweinvariante zu wärmen, statt mit klassischem Glühwein. Wenn du das jetzt probieren möchtest, dann musst du aber nicht unbedingt nach London fliegen. Glühcider kannst du auch ganz einfach selbst zuhause machen…

Der eigene Glühcider – so einfach gehts!

Eigentlich benötigst du für deinen eigenen Glühcider nicht viel mehr als einen Cider, die Sorte kannst du frei wählen. Ob du eher einen trockeneren oder fruchtigeren Cider verwendest, bleibt ebenfalls dir überlassen. Hier empfehle ich dir, nach deinem Geschmack zu gehen. Klassisch wird Glühcider mit Apfel-Cider gemacht. Später stelle ich noch eine besondere Cider-Sorte vor, die sich super für eine außergewöhnliche Glühcider-Variante eignet.

Man könnte jetzt, wie mittlerweile in einigen online verfügbaren Rezepten anfangen, den Cider noch mit verschiedenen Fruchtsäften zu mischen. Das ist allerdings in meinen Augen nicht nötig. Der für das Heißgetränk nötige Cider ist ja bereits sehr süß. Deshalb zeige ich dir die klassische Variante, so wie ich ihn auch mehrfach in Großbritannien erlebt habe.

Glühcider

Einfach die von dir gewünschte Menge Cider im Getränkemarkt oder Supermarkt kaufen und in einen Topf gießen. Gewürze wie Nelken, Vanillestange, Sternanis und Zimtstangen nach Wunsch dazugeben und vorsichtig erwärmen. Darauf achten, dass der Cider erhitzt, aber nicht zum Kochen gebracht wird. So verliert der Glühcider, wie auch bei Glühwein, nicht seinen Alkohol. Mitgekochte Gewürze abseihen und dann in einer Glühweintasse den Glühcider servieren.

Der etwas andere Glühcider: Pflaume & Ingwer

Mac Ivors Plum & Ginger Glühcider

Der 1855 gegründete und familiengeführte Cider-Hersteller Mac Ivor’s aus dem irischen Ort Armagh hat neben klassischen Cidersorten auch außergewöhnliche Cider im Sortiment. Die Sorte Mac Ivor’s Plum & Ginger Cider stach mir dabei besonders ins Auge.

Ich hab das Getränk erhitzt und war begeistert. Man darf keinen klassischen Cider-Geschmack erwarten, denn dafür hat der Cider einfach zu viel Einfluss durch Pflaume und Ingwer. Trotzdem schmeckt er einfach lecker und weihnachtlich – und das ohne die Zugabe von weihnachtlichen Gewürzen oder anderen Zutaten. Probier es aus, lass dich überraschen und erzähle mir von deinem persönlichen Glühcider Moment in den Kommentaren. Fühlst du dich wie ich damals zur Weihnachtszeit in London?

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