Guggenheimer Coffee Gourmet Arabica

Seit mehr als 80 Jahren röstet die Familie Guggenheimer in dritter Generation in der Nähe der Amalfi Küste Kaffee. Vor ein paar Jahren hat man dann den Schritt gewagt, Präsenz auf dem deutschen Kaffeemarkt zu zeigen. Für den Endverbraucher folgt nun mit dem Guggenheimer Coffee Gourmet Arabica die zweite Sorte, mit der ich mich in diesem Beitrag auseinandergesetzt habe.

Wer oder was steckt hinter Guggenheimer Coffee?

Die Marke Guggenheimer Coffee sitzt in Berlin. Die eigentliche Rösterei ist jedoch ein Familienbetrieb, der in der Nähe der Amalfi Küste liegt. Die Familie Guggenheimer röstet nicht weit von Salerno bereits in der dritten Generation Kaffee und ist nun seit ein paar Jahren auch in Deutschland angekommen. Zuvor erschien bereits der Guggenheimer Coffee Supreme, nun folgt der Guggenheimer Coffee Gourmet Arabica.

Der Name Guggenheimer ist sehr ungewöhnlich für Italiener. Patrick von der deutschen Markenvertretung hat mir erklärt, dass der Name von der Mutter des Gründers herrührt, die aus Süddeutschland stammte. Mit dem Guggenheim Museum hat sie allerdings nichts zutun. Nun röstet allerdings die Tochter in dritter Generation.

Guggenheimer Coffee Gourmet Arabica

Das macht den Gourmet Arabica aus

Während der schwarz verpackte Guggenheimer Coffee Supreme ein Blend aus Arabica und Robusta Bohnen ist, werden beim Guggenheimer Coffee Gourmet Arabica ausschließlich Arabica Bohnen verwendet. Laut Hersteller werden die Bohnen extra langsam und lange geröstet, wie auch bei dem Supreme ganze 30 Minuten. Industrie- und Supermarktkaffee wird meißt nur wenige Minuten (2-6) geröstet, deshalb versuchen sich neue und moderne kleine Marken gerne mit langen Röstzeiten davon abzusetzen. Zum Vergleich: regionale Kaffeeröster rösten gerne im Bereich von 10-20 Minuten. Ob da nun 30 Minuten zu lange sind, kann ich nicht beurteilen. Allerdings werden die Bohnen bedeutend schonender geröstet, als mit viel zu hohen Temperaturen und 2-6 Minuten.

Die Arabica Bohnen für diesen Espresso stammen aus Kolumbien, Brasilien und Äthiopien. Sie wurden geröstet und dann sortenrein für 48 Stunden zum ausgasen und reifen gelagert. Erst dann wurden die Bohnen gemischt.

Guggenheimer Coffee Gourmet Arabica
So sieht sie Verpackung des Guggenheimer Coffee Gourmet Arabica aus: weiß mit goldener Schrift und Verzierungen. Ein Wiederverschluss ist nicht vorhanden.

Geschmackstest

Während man beim Öffnen der Tüte nur nussige, erdige Aromen wahrnimmt, entfaltet der aufgebrühte Guggenheimer Coffee Gourmet Arabica leichte nussige und holzige Noten, eine schöne Kakaonote ist auch dabei. Alles jedoch sehr mild und angenehm.

Durch die verwendete Bohnensorte schmeckt der Espresso deutlich milder als ein Robusta, welcher bedeutend mehr Akzente setzen kann. Am Gaumen kommen bei mir vor allem intensive nussige Noten an. Die nussig-holzigen Aromen der Haselnuss treffen auf leicht erdig-bittere Walnusstöne. Der erwartete Kakao trifft dann erst wirklich im Abgang auf die Geschmacksknospen, vorher hab ich ihn vergeblich gesucht. Abschließend legen sich leichte Röstaromen dazu, die lange im Mundraum vorhanden bleiben.

Zubereitungsvorschlag

Mir persönlich schmeckt dieser Espresso am Besten als Cappuccino. Hier verbinden sich die nussigen und leichten Kakaonoten sehr gut mit der Milch und ergeben einen milden cremigen Cappuccino.

Fazit

Wer eine milde intensiv nussige Espressobohne sucht, ist beim Guggenheimer Coffee Gourmet Arabica auf alle Fälle an der richtigen Stelle. Ich für meinen Teil verwende ihn als gute Grundlage für einen mild nussigen Cappuccino – der gefällt übrigens meiner Frau auch sehr gut.

Wir haben von der Rösterei für eine ehrlichen und unabhängigen Testbeitrag eine Probepackung erhalten. Wir möchten ausdrücklich erwähnen, dass dies unsere Meinung in keinster Weise beeinflusst.

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