Harahorn Gin | Small Batch Gin aus Norwegen

Harahorn Gin | Small Batch Gin aus Norwegen

Den Bayern ihr Wolpertinger ist den Skandinaviern ihr Harahorn. So stand dieses Fabelwesen Pate für einen Small Batch Gin aus Norwegen, der als Harahorn Gin verkauft wird. Über die interessante Auswahl an norwegischen Botanicals und das Fabelwesen erfahrt ihr in diesem Tastingbeitrag zum Harahorn Gin.

Das “Harahorn”, oder auch zu deutsch Hasenhorn, ist Namensgeber für den Harahorn Gin und ziert die schöne blaue Flasche. In Bayern kennt man das Tier eher als Wolpertinger. Was beide Wesen allerdings verbindet, ist die Tatsache, dass es sich um ein Fabelwesen handelt. Das Harahorn wird auch als Hase mit Elchgeweih beschrieben.

Wer stellt den Harahorn Gin her?

Auch wenn es sich bei dem Harahorn um ein realitätsfernes Wesen handelt, ist der Hersteller des Gins im Gegensatz dazu sehr irdisch. Die Det Norske Brenneri aus Grimstad im südlichen Norwegen wurde 2005 gegründet und brennt ihren norwegischen Wacholderschnaps in kleinen Batches. Für die Vermarktung bedienten sie sich der klassischen norwegischen Fabelfigur.

Der Harahorn Gin ist in einer schönen blauen Flasche abgefüllt, die das Logo, der Harahorn und eine norwegische Flagge zieren. Verschlossen ist die Flasche mit einem Kunststoffkorken, was bei einem Gin, der ca. 22 Euro kostet, nicht weiter wild ist. Erst in teureren Gefielden findet sich oft ein echter Korkenverschluss.

Faktencheck

  • Stil: Dry Gin
  • Hersteller: Det Norske Brenneri
  • Herkunft: Norwegen
  • Alkoholgehalt: 46 Vol-%
  • Anzahl Botanicals: unbekannt
  • Preis: ca. 22,90 € (0,5 Liter)

Die Botanicals im Harahorn Gin

Bei der Wahl der Botanicals hat die Destillerie für Ihren Harahorn Gin hauptsächlich auf norwegische Botanicals zurückgegriffen. Aber du fragst dich sicherlich, wie man auf ein eher seltenes Botanical wie den Rhabarber kam? Dieser hat für den Gin eine besondere Bedeutung, der mit einem Blick auf die Vergangenheit logisch erscheint. Grimstad, der Hauptsitz der Brennerei, war früher bekannt für seinen Rhabarberwein. Daran wollte die Brennerei anknüpfen.

Neben den üblichen Klassikern wie Wacholder und Engelswurz (Angelikawurzel) hat die Destillerie für ihre Rezeptur u.a. Rhabarber, Blaubeeren, Blasentang und Majoran verwendet. Diese stammen alle aus der Umgebung der Destillerie und sind somit in Norwegen beheimatet.

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Harahorn Gin im Geschmackstest

Hinter angenehm weichem Wacholder treten im Geruch schöne fruchtige Blaubeeren an die Oberfläche. Dabei riechen sie auf keinen Fall künstlich, sondern vielmehr wie frisch gesammelte und aufgeschnittene Blaubeeren. Der frische süß-saure, leicht erdige Duft, der sich ebenfalls im milden Bouquet des norwegischen Gins wiederfinden lässt, kommt von einem Obst, was ich persönlich nicht so gerne mag: Rhabarber.

Man kann einerseits streiten, ob einem Rhabarber schmeckt oder nicht. Was aber bisher relativ unbestritten war, ist die Tatsache, dass es sich eben um kein Gemüse, sondern um Obst handelt. Nichts desto trotz ist er am Geruch relativ gut erkennbar. Wie bei so vielen Gins ist auch noch Angelikawurzel (oder Engelwurz) spürbar vorhanden. Charakteristisch für diese Pflanze ist der leicht süße, intensiv würzige Duft, der langsam in bittere Töne abdriftet.

Auf der Zunge habe ich zuerst milde eher bittere Töne. Dann tritt zunächst stark der Wacholder in den Vordergrund, um eine würzige Schärfe folgen zu lassen. Es gesellt sich eine intensive beerige Süße dazu. “Hier sind die Blaubeeren”. Allerdings keineswegs wie Kaugummi oder generell aromatisierte Kaudragees mit Blaubeeraroma. Sondern vielmehr, wie auch bereits im Geruch wahrgenommen, ein frischer fruchtiger Geschmack. Genau so fühlt es sich im Mundraum an. Drumherum spürt man einen intensiven Mantel aus Wacholder, Angelikawurzel und weiteren Kräutern. Der Rhabarber ist mit seiner süß-säuerlichen, leicht erdigen Geschmacksnote auch zu erkennen und bindet sich zu meiner Überraschung sehr gut in das Gesamtaroma ein.

Im Nachgang ist eine sofortige intensive Schärfe spürbar. Da hat er dann wirklich Drive und man kann die 46 Vol-% tatsächlich spüren. Das scharfe Gefühl im Rachen ebbt in einen stimmigen Nachdruck des bisherigen Geschmackserlebnisses ab und hinterlässt einen frischen kräuterigen nordischen Eindruck.

Tonic-Empfehlung zum Harahorn Gin

Ein aufgrund der verwendeten Botanicals sehr gut passendes Tonic zum Harahorn Gin ist das Rhubarb Tonic Water with Hibiscus von Franklin & Sons. Denn auch hier ist der Rhabarber enthalten und so verbinden sich die Aromen sehr gut zu einem leckeren fruchtigen Gin Tonic.

Wer lieber einen klassischen Gin & Tonic machen möchte, der kann beruhigt zum Gents Swiss Roots Tonic Water oder anderen etwas zurückhaltenderen Indian Tonic Waters greifen.

Fazit

Der Harahorn Gin gleicht vom Geschmack, Geruch und auch Optik dem, was ich mir unter einem norwegischen Gin vorstelle: Nordischer Geschmack, erfrischender fruchtig-wacholdriges Aroma und Charakter – abgefüllt in einer nordisch anmutenden Flasche. Für mich ein echter Preis-Leistungs-Kracher, der sowohl optisch als auch geschmacklich in jeder Bar einen Platz finden sollte.

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Den Harahorn Gin kannst du übrigens bei unserem Partner Wacholderexpress.de* sowie bei Spirits of Scandinavia kaufen.

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