High Coast Cinco Single Malt Whisky

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Schottland und Irland sind die Hochburgen des Whisky und Whiskey, aber andere Länder ziehen mittlerweile mit frischen und ausgefallenen Ideen nach. In meinem Tastingbeitrag zum High Coast Cinco Single Malt Whisky möchte ich dir diesen Whisky der schwedischen High Coast Brennerei vorstellen, dem sie ein ganz besonderes Finish spendiert haben. Neben meinen Tastingnotes erfährst du, was die Lagerung dieses schwedischen Whiskys so besonders macht und ob du ihn probieren solltest.

Etwa 1.400 km Luftlinie von Schottland: das ist die schwedische Brennerei High Coast

Schweden war mir bis vor Kurzem nur durch eine Whiskybrennerei bekannt, die weiter südlich von der ehemaligen Box Distilleri liegt. Das hat sich dann aber mit dem High Coast Berg geändert, der mich auf weitere Whiskys der Brennerei neugierig gemacht hat.

Im schwedischen Klima, das mit extremen Temperaturschwankungen viel Einfluss auf die Lagerung des Whiskys nimmt, wurde die Brennerei im Jahr 2010 gegründet. Das Wasser bezieht man aus einem Quellsee mit dem Namen Balsjön, der nordöstlich von Kramfors und damit lediglich eine viertel Stunde von der Brennerei entfernt liegt. Bekannt ist er für sehr sauberes und weiches Wasser. Dieses wird anschließend in der Brennerei vor der Verwendung mit Sand- und Kohlefiltern gefiltert.

In meinen Augen ist ein ganz tolles Merkmal der High Coast Brennerei die selbst auferlegte Transparenz. Als ich die ausführlichen Angaben zur verwendeten Hefe, dem Gerstenmalz, den genauen Fässern und vielen weiteren den Produktionsprozess beeinflussenden Faktoren las, war ich überwältigt. Dass gerade die verwendeten Fässer einen großen Teil zum Ausdruck des High Coast Cinco beitragen, erkläre ich dir genauer.

Was ist Besonders am High Coast Cinco?

Der Fokus liegt hier auf den Fässern, die für die hauptsächliche Lagerzeit des schwedischen Whiskys verwendet wurden. Mit dem Cinco wollte die High Coast Brennerei dem Whisky einen deutlichen spanischen Stempel aufbringen. So wurde der ungetorfte High Coast New Make bereits für im Durchschnitt zwei Jahre in einem amerikanischen Eichenfass und mehreren Fässern aus spanischer Eiche gelagert.

Für die hauptsächliche Lagerung bzw. das sehr lange Finish lag der New Make im Durchschnitt ca. 6 Jahre in einer Kombination aus spanischen Fässern. Diese waren mit fünf verschiedenen Sherrytypen vorbelegt. Einfluss hatten also Palo Cortado, Pedro Ximénez, Amontillado, Oloroso und Fino Sherry auf die Aromatik. Cinco ist übrigens spanisch und heißt “Fünf”. Genau diese fünf verschiedenen Fasslagerungen wurden am Ende zum High Coast Cinco vermählt.

Faktencheck

  • Single Malt Whisky
  • Land: Schweden
  • 6,76-8,68 Jahre (Durchschnitt: 8,48 Jahre)
  • Erste Lagerung in Spanish Oak Casks und einem American Oak Cask
  • Zweite Lagerung in Palo Cortado, Pedro Ximénes, Amontillado, Oloroso and Fino Sherry Casks
  • 50,5 % Vol. (Trinkstärke)
  • kein Farbstoff / keine Kühlfiltrierung
  • 95,90 € (0,5 Liter)
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Meine Tastingnotes zum High Coast Cinco

Das deutliche Rotgold im Glas zeigt einen intensiven Einfluss der zur Lagerung verwendeten Fässer und passt sehr gut zum Etikettendesign.

Im ersten Moment strömt intensive weiche Vanille in meine Nase. Deutliche fruchtige Sherry-Noten drängen sich durch die Vanille. Richtig deutlich. Wer Sherry in allen seinen Formen mag, wird hier definitiv einen Gefallen am Geruch des Whiskys finden. Mit etwas mehr Zeit beim Nosen weichen die Vanille und der Sherry etwas zur Seite und geben süße teigige Aromen von Biskuit frei. So kleine Biskuittörtchen mit rosa Cocktailkirschen und Mandelblättchen. Die deutliche Fruchtigkeit bleibt. Dann erkenne ich trockenes Eichenholz und Haselnusslikör.

Der High Coast Cinco hat ordentlich Kraft. Man merkt die 50,5 Vol-% bereits im Antritt. Ein fettig-öliges Gefühl legt sich auf der Zunge ab und liefert intensive Sherry-Aromen. Während der Whisky in der Nase noch eher weich und cremig wirkte, füllt er den Mundraum vollständig aus. Von Fruchtig süß, zu sauer über nussig bitter. Die verschiedenen Sherry-Arten stechen nicht explizit hervor, sondern geben eher ihren Anteil zum Gesamtgeschmack. Etwas erinnert der Whisky auch an klebrigen Waldhonig, dann wird das spanische Eichenholz deutlich würzig mit frisch gemahlenem Cayennepfeffer. Die fruchtige Leichtigkeit des Nosings fehlt aber etwas.

Ein langer und wärmender Abgang mit trockenem, nussigen Eichenholz, zuckersüßen Cocktailkirschen und Sherry-Noten. Er hält im Mundraum und am Gaumen lange vor.

Fazit

Der High Coast Cinco ist an sich ein sehr interessantes Experiment, da man Spanien und seine verschiedenen Sherrys als Ausgangspunkt nimmt. Mit dem spanischen Wort Cinco für Fünf weist man klar und deutlich auf fünf verschiedene Sherry-Sorten hin, die die Vorbelegung der spanischen Eichenfässer bilden. Der Whisky macht richtig Spaß beim Trinken. Etwas weniger Spaß macht dann allerdings der Preis für die geschrumpfte 0,5 Liter Flasche, der liegt nämlich bei satten 95,90 €. Wie immer gilt, dass das jeder selbst für sich entscheiden muss. Aber am Ende bleibt Eines lange am Gaumen vorhanden: ein leckerer und intensiver Whisky mit besonderer Fasslagerung.

Den High Coast Cinco Single Malt Whisky bekommst du beim Importeur Spirits of Scandinavia und bei DeinWhisky.de

Aktuell gibt es beim Importeur Spirits of Scandinavia einen Rabatt auf die Whiskys von High Coast. Diesen findet ihr hier:

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