Motorradführerschein Titelbild

Projekt A | #1 Mein Weg zum Motorradführerschein

Die letzten Tropfen des vergangenen Regenschauers platschen auf meinen Helm. Aber die Straße trocknet schon wieder ab. Nervös drücke ich den Startknopf. Unter mir dreht sich der Elektrostarter der Kawasaki ein paar Mal, dann springt der 650cc große Motor ruhig an. Mein Fahrlehrer wartet schon abfahrbereit auf der anderen Straßenseite. Noch ein letzter Blick auf die Ganganzeige, 1. Gang, passt. Blick nach rechts und links, Blinker, Schleifpunkt suchen und sachte am Gasgriff drehen. Mein Herzklopft als das Motorrad aus der Parklücke rollt. Nach drei Übungsfahrstunden auf einem großen Parkplatz beginnt es heute: mein „neues Leben als Biker“ (großer Zwinkersmiley). Ein paar Gedanken zum Motorradführerschein:

Projekt A

Wir haben uns für dieses Jahr das Ziel gesetzt uns thematisch breiter aufzustellen und den Blog persönlicher zu gestalten. Dieser Artikel ist der Start meines persönlichen Projekt A. Ich möchte 2019 mit dem Motorradfahren beginnen. Der erste Schritt dorthin ist natürlich der Motorradführerschein Klasse A, den ich gerade mache. In einer Serie von Artikeln möchte ich euch auf diese persönliche Reise mitnehmen. Der Name ist übrigens von einem Leser unseres Blogs inspiriert, der auf seinem YouTube-Kanal mit „Projekt M“ seine ersten Schritte in Videoform festhielt.

Wieso, weshalb, warum?

Die Entscheidung den Motorradführerschein noch zu machen war ein Prozess, so wie sehr viel in meinem Leben. Im Vorfeld habe ich mir dazu einige Fragen gestellt, von denen ich hier ein paar nochmal kurz aufgreifen möchte um meinen Weg aufs Motorrad darzustellen.

Warum gerade jetzt?

Die Idee den Schein zu machen habe ich schon mehrere Jahre, mal mehr mal weniger präsent im Kopf. Vor ca. 2 Jahren entschied ich mich dazu es nach dem Studium endlich durchzuziehen. Sozusagen als Belohnung. Letztes Jahr im Herbst wollte ich dann aber doch nicht mehr mit dem Motorradführerschein anfangen, sondern mich erstmal auf meinen neuen Job konzentrieren. Aber jetzt ist es endlich so weit, keine Ausreden und keine weitere Verschiebung mehr.

Was verspreche ich mir vom Motorradführerschein?

In erster Linie natürlich viel Spaß. Ich probiere immer gerne neue Sachen aus, da Motorradfahren aber schon viel Geld verschlingt, bevor man richtig damit anfängt wollte ich mir vorher schon zu 90% sicher sein, dass es mir Spaß macht. Neben dem Spaß sich damit gedanklich zu beschäftigen und den Spaß am fahren (der jetzt dann losgeht) gibt es aber noch ein paar andere Gründe. Ein paar Familienmitglieder, Freunde und Bekannte von mir fahren schon länger Motorrad und in letzter Zeit habe ich über die Sozialen Medien Kontakt mit ein paar neuen Leuten gehabt. Motorradfahrer sind mehr als nur eine lose Gemeinschaft, daraus kann eine neue kleine Familie werden. Und dazu kommt eine neue Art die Natur zu kennen zu lernen. Man nimmt seine Umwelt, Gerüche, Wetterverhältnisse ganz anders und direkter war als im Auto. Das gefällt mir. Nicht nur bei Tagesausflügen, sondern auch auf einigen Motorradreisen möchte ich das erleben.

Welches Motorrad möchte ich fahren?

Bis vor kurzem war ich mir relativ sicher es gibt nur zwei Arten von Motorrädern für mich. (Wobei ich mir da mittlerweile auch gar nicht mehr so sicher bin). Der Kopf sagt Reiseenduro/Adventure-Tourer. Sie sind groß mit aufrechter Sitzposition, der Markt für Gebrauchtfahrzeuge ist groß und sie versprühen immer ein Gefühl von Fernweh – machen aber auf dem Wochenendausflug und der Landstraßen-Feierabend-Runde genauso viel her. Sie sind für mich quasi die vernünftige Option, die (fast) alle Haken auf der Wunschliste abhaken. Auf der anderen Seite schlägt das Herz für die Retro-Bikes. Das Aussehen vergangener Tage gepaart mit moderner Technik. Hier steht der Coolnes-Faktor für mich im Vordergrund. Natürlich möchte ich mich nicht verstellen oder eine Persiflage meiner selbst werden um auf einen Motorradtyp zu passen. Aber auch hier ist der Markt in den letzten Jahren so riesig geworden, da wird es bestimmt etwas Passendes geben. Die Alternative dazu ist gleich etwas Altes. Warum die moderne Kopie fahren, wenn es gleich das Original sein kann? Auf die Idee hat mich mein Papa gebracht, der in seinen jungen Jahren von Honda Monkey 50 und Dax 70 über Suzuki TS250 bis Yamaha SR500 und Honda CX500 einiges gefahren ist – und dabei immer von einem BMW Boxer geträumt hat. Vielleicht lebe ich ja bald seinen Traum.

Welche Ziele habe ich mit dem Motorrad?

Hier spreche hauptsächlich von geographischen Zielen, die ich mal anfahren möchte. Ein paar Events habe ich da schon im Kopf. Die BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen, den Club of Newchurch in Neukirchen und das Festival „Wheels and Waves“ am Golf von Biskaya. Natürlich alle stilecht mit Anreise auf zwei Rädern. Langfristig gesehen gibt es zwei große Ziele. Die Ecken Europas abfahren und auf jedem Kontinent der Welt einmal Motorrad gefahren zu sein (wobei wir die Antarktis da mal besser weglassen). Alles anderen wird sich dann ergeben, wie auf einer Reise auch. Ich bin kein Mensch, der alles strikt vorplanen muss.

Wie profitiert der Blog davon?

Wenn du bis hierhin gelesen hast, dann bin ich schon mal auf dem richtigen Weg. Das Thema Motorradführerschein bzw. fahren scheint also nicht super langweilig zu sein. Wie profitiert aber jetzt ein Genuss-Blog bzw. der Leser von Beiträgen über das Motorradfahren? Durch die Vielfalt und Abwechslung, so wie alles im Leben. Thematisch kann es sich um Beiträge mit eigentlichen Motorradthemen handeln, dennoch möchte ich vor allem meine Erlebnisse beim Motorradfahren in den Vordergrund stellen. Von Reiseberichten, kulinarische Entdeckungsreisen bestimmter Regionen bis hin zur Fahrt zum Café wird es ein bunter Mix. Ideen und Vorschläge sind in den Kommentaren immer gern gelesen. Also haut in die Tasten. Zum Schluss noch die Quelle meiner Inspiration für den Titel.

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