MuniG Gin: Der große Tonic Test

Welches Tonic Water passt am Besten zum MuniG Gin? Diese Frage versuchten Jochen von Munich Premium Gin und einige Münchner Blogger bei einem privaten Tasting zu beantworten. Welcher MuniG Gin Tonic bei einer Auswahl von über 20 verschiedenen Tonic Watern am Besten geschmeckt hat, erfährst du in diesem Beitrag.

Vor kurzem habe ich dem MuniG Gin bereits in ein ausführliches Review gewidmet, weshalb ich mich in diesem Beitrag auf den Perfect Serve konzentrieren möchte. Jochen, ein Teil der MuniG Gin-Crew, lud ein um gemeinsam mit ihm aus einer Auswahl von über 20 verschiedenen Tonic Watern den leckersten und passendsten MuniG Gin & Tonic zu küren. Dass dies garnicht so einfach ist und einem viel Ausdauer und Konzentration abverlangt, haben wir bereits mit einem anderen Münchner Gin im großen Tonic-Test festgestellt.

Gin Tonic Tasting in München

In fast vier Stunden haben wir Blogger und anderen Gästen den MuniG Gin mit einer Vielzahl von Tonic Watern kombiniert. Ich gebe hier meine persönlichen Notizen in der probierten Reihenfolge wieder, allerdings deckt sich meine Meinung ziemlich mit der Meinung aller Teilnehmer.

Meine Tasting-Eindrücke

MuniG Gin pur:

Vor so einem Vergleichs-Tasting ist es wichtig, dass sich alle Teilnehmer nochmal auf die Spirituose erden, um die es geht. So haben wir zu Beginn nochmal den MuniG Gin pur probiert. Und dann gings auch schon los mit dem ersten Tonic Water.

Aqua Monaco Gold Tonic Water:

An sich ein gutes Dry Tonic. In Kombination mit dem Gin hatte man allerdings nur noch Soda im Glas. Es war sehr trocken und der Gin ging mit seinen Leitaromen komplett unter.

Aqua Monaco Tonic Water:

Aqua Monaco Tonic Water

In dieser Kombination kommt die Würzigkeit des Gins – vor allem die Pfeffernoten – gut rüber. Eine schöne Bitternote und leichte Süße kombiniert mit einer guten Zitrusnote. Lecker.

Double Dutch Cranberry/Ingwer Tonic Water:

Während die Kombination mit dem Double Dutch Cranberry Ingwer in der Nase noch an einen spanischen Gin erinnert, macht es sich geschmacklich eher nur als Cranberry-Brause bemerkbar. In dieser Kombi durchgefallen.

Goldberg Yuzu Tonic Water:

Goldberg Yuzu Tonic

Tritt etwas süßer an, als ein klassischer Gin Tonic. Durch die Yuzu-Frucht macht sich auch eine noch intensivere Citrusnote bemerkbar. Eine leckere, aber relativ süße Kombination.

Fever-Tree Mediterranean Tonic Water:

Intensive Kräuteraromen überdecken relativ viel. Schmeckt nicht schlecht, lässt für mich dem Gin aber zu wenig Raum. Hier bevorzuge ich eher das Fever-Tree Indian Tonic, welches ich bereits im ausführlichen Gin-Test als sehr passend empfunden hatte.

Franklin & Sons Natural Indian Tonic Water:

Franklin & Sons Natural Indian Tonic Water

Mit dem Natural Indian Tonic Water von Franklin & Sons ergibt sich ein klassischer Gin & Tonic, bei der Süße hält er sich zu meiner Freude etwas zurück. Diese schöne Kombination war einer der Favoriten des Abends.

Swedish Tonic Water:

Swe Tonic Water

Eine noch etwas bitterere Kombination als mit dem Indian Tonic von Franklin & Sons bekommt man mit dem Swedish Tonic Water Original aus Schweden hin. Ebenfalls ein Favorit des Abends, nur leider in Deutschland sehr schwer zu bekommen. Es besteh aber die Möglichkeit, es beim Hersteller in Schweden zu bestellen.

Swedish Tonic Water Peach:

Swe Tonic Peach

Die Pfirsich in diesem Tonic ist anders, als man es als Pfirsich-Eistee-Geschädigter erwarten würde. Sehr mild, gerade in Kombination mit dem MuniG Gin tritt die milde Pfirsich deutlicher hervor. Sehr lecker, eine spannende Kombination.

Selbstgemachtes Tonic-Sirup:

Mit dem selbstgemachten Tonic Sirup von Doc Joe RG geht die Kombination mit dem Gin in eine änliche Richtung wie mit dem Swedish Tonic Water.

Tonica Tassoni:

Das Tonic aus Italien ist bereits in seiner reinen Form sehr süß, in Kombination mit dem MuniG Gin allerdings reinstes Zuckerwasser. Da schmeckt man außer Süße einfach garnichts mehr. Völlig vorbei am Ziel.

Goldberg Tonic Water:

Eine klassische Kombination, schmeckt ganz gut. Da konnten die bisherigen Favoriten im Bereich Indian Tonic aber noch mehr überzeugen. Hier fehlt also im Gin & Tonic einfach das I-Tüpfelchen.

Gents Swiss Roots Tonic Water:

Selbstverständlich musste auch wieder das Gents Swiss Roots Tonic Water im Vergleich mitmischen, allerdings spielt es in dieser Kombination mit dem MuniG Gin nur im Mittelfeld. Der Gin & Tonic ist relativ süffig, allerdings etwas zu süß. Die Pfeffernoten gehen unter, der Kardamom wird intensiver.

Mountain Dry Tonic Water:

Es verhält sich mit dem Gin besser, als das Aqua Monaco Gold. Anfangs schmeckt die Kombination noch lecker, dann flacht es relativ geschmacklos ab. Also auch wieder unpassend.

Aqua Monaco Herbal Tonic:

In der Nase wird der Pfeffer, der bisher immer spürbar war, nahezu unterdrückt, geschmacklich dann alles mit Süße flachgelegt. Von Herb spüre ich nicht viel, eher pure Süße und etwas Assoziationen zu grünem Tee. Das passt für mich nicht zusammen.

Red Bull Organics Tonic Water:

Bügelt den Gin in diesem Pairing nieder, da bleibt nur die Assoziation von Eisbonbons. Glaube nicht, dass da jemand einen Gin Tonic möchte, der nur nach Eisbonbons schmeckt.

Goldberg Hibiskus Tonic Water:

Mit dem roten Hibiskus-Tonic bekommt man eine sehr süffige süßliche Kombination, die aber den Gin absolut baden gehen lässt. Von daher keine gute Kombi.

Gin MuniG Tonic Tasting

Goldberg Bone Dry Tonic Water:

Auch beim Gin Tonic mit dem Bone Dry Tonic bleibt nicht mehr viel außer leicht bitteres Wasser. Kein Match heute.

Schwarzwald Tonic Water:

Hier gehen alle Leitbotanicals des Gins unter, übrig bleibt ein viel zu aufdringliches süßes Getränk.

Schweppes Dry Tonic Water:

Von allen Dry Tonics, die wir im Test zum Gin MuniG probiert haben, hatte das Schweppes die klare Nase vorne. Durch das Mischen entsteht ein limettiger, fruchtiger Gin & Tonic. Gute Kombination, aber kein klarer Sieger – außer man ist Dry Fan.

Thomas Henry Indian Tonic Water:

Geschmacklich ein ganz klassischer Gin & Tonic, man könnte allerdings den Gin auch mit einem billigen Discounter-Gin austauschen, ohne den Unterschied zu schmecken. Damit in diesem Fall kein Gewinner.

Lidl Mediterranean Tonic Water:

Nach anfänglichem Antritt von Pfeffer und Kardamom im Geruch nur noch sprudeliges Wasser, im Geschmack nur etwas Gewürze und Chinin. Damit ist das Lidl Mediterranean auch raus.

Fazit

Das Fazit des Abends war dann relativ eindeutig, am Ende hatten bei uns fünf Tonic Water die Nase vorn. Tolle Ergebnisse lieferten das Swedish Tonic Water und das Swedish Tonic Water Peach, allerdings haben wir sie schlussendlich aus der Endwertung ausgenommen. Das liegt schlicht einfach daran, dass sie in Deutschland so gut wie garnicht zu bekommen sind. Die restlichen drei Gewinner des Abends waren das Aqua Monaco Tonic Water, das Goldberg Yuzu Tonic Water und das Franklin & Sons Indian Tonic Water. Alle drei Tonics haben in Kombination mit dem MuniG einen erfrischenden und leckeren Gin Tonic ergeben, ohne den Gin gänzlich zu verstecken.

Ich möchte mich – auch im Namen meiner Bloggerkollegen Doc Joe RG und Basti, bei Jochen von MuniG Gin bedanken, dass er sich an einem Advents-Sonntag Zeit genommen und gemeinsam mit uns das ausführliche Tonic-Tasting durchgeführt hat.

MuniG Gin Bar
Bei Jochen im Wohnzimmer: eine kleine MuniG Gin Bar

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