MuniG | Munich Premium Gin

Eine Liebeserklärung an die schönste Stadt der Welt und nördlichste Stadt Italiens versprechen die zwei Gründer hinter dem Munig Gin. Nachdem wir bereits auf der Münchner Messe 089 Spirits den Gin probieren konnten, knöpfe ich mir heute in diesem Tastingbeitrag den Gin genauer vor.

Edel wirkt sie, die schwarze Tonflasche mit goldenem Holzdeckel und gold-schwarzem Etikett. Es ist jetzt schon ein paar Monate her, dass der Gin auf verschiedenen Social Media Kanälen angekündigt wurde – fast etwas zu lange. Anders, als bei so einigen anderen Münchner Gins handelt es sich bei dem Munig Gin allerdings um einen Gin, der im Stil des New Western Gins hergestellt wird. Kurz gesagt heißt das, dass andere Botanicals wesentlich mehr Intensität im Gin liefern als der Wacholder, der eine untergeordnete Rolle einnimmt.

Woher stammt der Munig Gin?

Prinzipiell kann man es am Namen bereits erahnen, für klare Verhältnisse sorgt allerdings noch der Zusatz Munich Premium Gin. Der Gin wird unweit von München in der Brennerei Stocker gebrannt. Erdacht haben ihn allerdings die zwei Freunde Jochen und Thomas. Sie kommen ursprünglich beide aus Stuttgart, beruflich verschlug es die Kindheitsfreunde allerdings unabhängig voneinander vor ein paar Jahren wieder nach München. Mit einer kleinen Gin-Destille, die Jochen zu Weihnachten bekam, begann das Munig Gin Fieber in ihm zu lodern.

MuniG Premium Gin 089 Spirits

Verwendete Botanicals

Die Macher vom Munig Gin erwähnen nur Wacholder, Blaubeere, Granatapfel, Süßholz, Zitronenschale und Orangenschale. Ansonsten schweigen sie sich zu den weiteren 16 Botanicals aus, außer dass auch Kräuter und Gewürze verwendet wurden.

So schmeckt der Munig Gin

Ich öffne den goldgefärbten Holzkorken und mir ströhmen süßliche Aromen, umspielt von angenehmem Wacholder, entgegen. Der Gin zieht leichte schlieren im Glas, dann stellt sich meine Nase auf die ersten Aromen ein. Ich bemerke etwas Wacholder, allerdings hält er sich gut zurück. Anscheinend lässt er lieber den fruchtig-beerigen Aromen und Citrusfrische den Vorzug. Die Blaubeere ist klar und deutlich zu riechen und passt sehr gut zur Orange, dier hier eindeutig die Citrusnoten liefert. Dann habe ich eine kräuterige kühle Frische in der Nase, das kommt mir vor wie Pfefferminze. Alles aber weit entfernt von einem typischen wacholderlastigen Gin, in der Nase spricht vieles für einen New Western Gin.

Der Munig Gin beginnt sehr weich und leicht im Geschmack. Frische Zitronentöne und etwas Süße, die vielleicht vom Süßholz kommt, umspielen meine Zunge. Dann stoßen deutlichere Aromen an meine Geschmacksknospen. Alles schaltet einen Gang intensiver. Ich schmecke reichlich Blaubeere. Ich war noch nie ein wirklicher Fan von Blaubeeren, im Gin allerdings schmecken sie mir. Daneben schmecke ich eine leichtere Bitterkeit, eventuell hat man Bitterhopfen mazeriert? An der Zunge macht sich ein leicht pfeffriges Brennen bemerkbar. Das erinnert mich leicht daran, mein Essen zu pfefferscharf gewürzt zu haben.

Im Abgang zeigen sich hauptsächlich verschiedenste Kräuter und der herb-süße Geschmack des Granatapfels. Zuerst ist der Nachklang im Rachen sehr mild, wie auch bereits an der Zungenspitze. Dann verdichten sich die Aromen und es wird intensiver. Die Blaubeere nehme ich erneut wahr. Zum Schluss kommt eine erfrischende Kühle durch, die mich an Pfefferminze erinnert. Diese hatte ich auch bereits im Geruch vermutet.

Welches Tonic passt zum Munig Gin?

Um die schönen Blaubeer- und Granatapfelnoten nicht zu überdecken, ist mein persönlicher Tipp, ein nicht zu süßes Tonic Water zu verwenden. Soll es ein klassisches Tonic Water sein, wäre meine persönliche Empfehlung ein Fever Tree Indian Tonic. Es hat einen klassischen Geschmack, ist aber nicht zu süß. Ansonsten habe ich den Munig Gin noch mit einem Schweppes Dry Tonic probiert, was die Aromen noch besser klarstellt, allerdings auch ein bisschen bitterer ist. Je nach Geschmack also das Tonic Water zum Gin wählen.

Fazit

Beim Munig Gin treffen frische Citrustöne, sinnbildlich für Italien und bayerische Kräuter und Blaubeeren für München aufeinander, was eine leckere und interessant schmeckende Kombination ergibt. Ob es eine Liebeserklärung an Italien und München ist, ist eine persönliche Ansicht – aber ein leckerer und hochwertiger Gin ist es auf alle Fälle. Durch den New Western Style steht der Gin aber definitiv für Dolce Vita.

Wir wurden von Munig Gin für einen ehrlichen und unabhängigen Testbeitrag mit einer Flasche unterstützt. Wir möchten ausdrücklich erwähnen, dass dies unsere Meinung in keinster Weise beeinflusst.

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