Saarlouis Dry Gin Barrique

Saarlouis Dry Gin Barrique

Die SaarDistillery aus Saarlouis feierte 2018 ihr zweijähriges Jubiläum mit einer besonderen Barrique Edition. Die Zusammensetzung des Gin Louis wurde verändert und durfte nach dem Destillieren für einige Monate in einem Cabernet Sauvignon Fass reifen. Ich habe diesen fassgelagerten Gin für dich probiert. Erfahre alles Wichtige zum Saarlouis Dry Gin Barrique in diesem Beitrag.

Bekannt ist die SaarDistillery aus Saarlouis vor allem für ihren Saarlouis Dry Gin*, der mit Botanicals wie Wacholder, Lindenblüte und Lavendel besticht. Ich selbst hatte noch nicht die Gelegenheit, den Gin Louis zu probieren, werde das aber sicher bei Zeiten nachholen.

In diesem Beitrag möchte ich dir einen fassgelagerten Gin der 2016 gegründeten SaarDistillery aus Saarlouis vorstellen, der zum zweijährigen Jubiläum im Jahr 2018 auf den Markt gebracht wurde. Dabei handelt es sich um den auf 480 Flaschen limitierten Saarlouis Dry Gin Barrique vorstellen, der für sechs Monate in einem Eichenfass lag.

In welchem Fass reifte der Saarlouis Dry Gin Barrique?

Eine logische Frage, denn das Wort Barrique steht lediglich dafür, dass Wein für eine gewisse Zeit in einem kleineren Fass – dem Barrique – gelegen hat. Aber da sind wir ja schon mal beim Weinfass. Also ein erster Anhaltspunkt. Die SaarDistillery gibt an, dass der Saarlouis Dry Gin Barrique für sechs Monate in einem ehemaligen Cabernet Sauvignon Eichenfass aus der Bretagne reifen durfte.

Eine der bekanntesten Rotwein Rebsorten. Etwas verwunderlich, dass der Hersteller auf der Homepage von Weißwein spricht. Das wäre dann nämlich der Sauvignon Blanc. Mal sehen, was sie auf meine Nachfrage dazu sagen – ich ergänze gerne hier, sobald ich mehr weiß.

Aber mal die Rebsorte beiseite gelegt, bin ich ja bei Barrel Aged Gins immer etwas skeptisch. Hier muss bereits eine auf das geplante Fass abgestimmte Rezeptur destilliert werden und dann natürlich ein passendes Fass verwendet werden. Dann muss die Lagerzeit passen – nicht zu lange und nicht zu kurz. Weinfass klingt für mich als Whiskygenießer erstmal gut. Doch harmonieren das Cabernet Sauvignon Fass und der Gin Louis Nachfolger? Mehr dazu weiter unten.

Barrel Aged Gin Saarlouis
Der Saarlouis Dry Gin Barrique in einer Geschenkbox aus Holz

Faktencheck

  • Stil: Dry Gin | Barrel Aged Gin
  • Hersteller: SaarDistillery
  • Herkunft: Deutschland
  • Alkoholgehalt: 47,4 Vol-%
  • Anzahl Botanicals: unbekannt
  • Fass: Cabernet Sauvignon
  • Preis: ca. 54,90 € (0,5 Liter)

Der Saarlouis Dry Gin Barrique im Tasting

In der Nase erwartet mich beim Saarlouis Dry Gin Barrique keinesfalls eine Holzfracht, wie man es oft bei fassgelagerten Gins gewohnt ist. An erster Stelle spielen vor allem fruchtig florale Noten und harziger Wacholder eine Rolle. Ein deutlicher Anklang von Zitronenaroma erinnert etwas an diese weißen Traubenzuckerblöcke. Die Aromatik im Geruch hat einen leichten Hang zu Wein und lässt eher im Hintergrund trockene Eiche durchblicken, die an die Barrique Fasslagerung erinnert.

Der Antritt an der Zunge bringt süß-bittere Citrusaromen. Das erinnert stark an mazerierte Orangenschalen. Eventuell ja sogar einige Pomeranzen-Schalen? Dahinter kommt eine Würze intensiv zum Vorschein, die gefühlsmäßig vom Eichenholz des Barrique Fasses stammen dürfte. Dann wird es krautig. Die Floral-fruchtige Aromatik findet sich nicht nur im Geruch, sondern auch im Geschmack des Gins und wird durch etwas Sahnekaramell mit Vanille ergänzt.

Im Abgang wird am Deutlichsten, dass der Gin sechs Monate in einem ehemaligen Cabernet Sauvignon Barrique Fass verbrachte. Rotweinnoten und Holz zeigen sich, überdecken aber nicht die zitronig-harzigen Noten des Wacholders und das florale Aromenboquet.

Mit welchem Mixer trinkt man den Saarlouis Dry Gin Barrique?

Aus persönlicher Erfahrung mit den unterschiedlichsten fassgelagerten Gins kann ich sagen: Ginger Ale funktioniert mit einem Barrel Aged Gin eigentlich immer sehr gut. Klassische Tonic Water passen oft leider eher weniger und nehmen dem fassgelagerten Gin die Fass-Aromen.

Im Beispiel des Saarlouis Barrique Gin erinnert der Gin & Tonic eher an Zitronenbrause. Wer das mag, dem sei der Geschmack gegönnt. Aber gelungen ist was Anderes. Bei der Aromatik des Saarlouis Dry Gin Barrique empfiehlt sich ein Dry Tonic Water wie z. B. das Fever-Tree Dry oder das Mistelhain Ambition Tonic Water.

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Mit einem milden und hochwertigen Ginger Ale allerdings kommt der fassgelagerte Saarlouis Dry Gin auch in einem Longdrink sehr gut zur Geltung. Das Fever-Tree Ginger Ale sorgt mit seiner leichten Ingwerschärfe und seinem fruchtig-würzigen Geschmack für einen erfrischenden Gin Ginger Ale. Der Spirituose stiehlt es aber nicht die Show.

Fazit

Der Saarlouis Dry Gin Barrique ist für mich ein Beispiel dafür, dass das Thema Barrel Aged Gin eine Daseinsberechtigung hat. Die Rezeptur des Gin Louis Nachfolgers passt mit dem gewählten Fass gut zusammen. Alleinstehend ist der fassgelagerte Gin eine Spirituose, die sowohl Gin-Trinker als auch Whisky-Trinker pur genießen können. Als Longdrink macht er dafür in meinen Augen nur mit einem Dry Tonic oder Ginger Ale eine gute Figur.

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