Schrödingers Katzen Gin

Dass das Universum nichts Endgültiges kennt, musste bereits Ernst Schrödinger im Jahr 1935 feststellen. Diesen Physiker und seine weltberühmte Formel “Schrödingers Katze” hat sich das Familienunternehmen “Heidelberg Spirits” als Vorbild für ihren Schrödingers Katzen Gin genommen. Auch wenn der Name viele Physikfans euphorisch werden lässt, macht dies das Leitbotanical in Natura vor allem mit Katzen: die Katzenminze.

Ernst Schrödinger, einer der bekanntesten Physiker der Welt, erhielt 1933 den Nobelpreis für Physik. Während sich Albert Einstein mit der Relativitätstheorie beschäftigte, konzentrierte sich Ernst Schrödinger auf das Gegenteil: die Quantenmechanik. Gerade mal zwei Jahre nach Verleihung des Nopelpreises veröffentlichte er sein großes Gedankenexperiment mit dem Namen “Schrödingers Katze”.

Schrödingers Katze – ein Gedankenexperiment

Man muss sich dieses Experiment so vorstellen: Schrödinger sperrte imaginär eine Katze in einen Karton. Solange dieser nicht geöffnet wird, ist die Katze sowohl lebendig als auch tot. Das liegt daran, da wir zu diesem Zeitpunkt ja nicht wissen können, ob die Katze in diesem Karton lebendig oder tot ist. Das nennt sich “Zwischenstand”. Erst, wenn eine Messung vorgenommen wird und somit eine Interaktion mit der Umwelt stattfindet, kennen wir die Antwort auf unsere Frage (“Ist die Katze tot oder lebendig”).

Von diesem Experiment und der Hassliebe zu dieser Formel hat sich Petra Spamer-Riether als Forscherin inspirieren lassen und ebenfalls experimentiert, bis der Schrödingers Katzen Gin geglückt war. Ihre Katzenhaarallergie und die Verwendung der Katzenminze als Botanical führten neben der physikalischen Formel letztendlich zum Namen.

Finest Spirits 2019
Das Flaschendesign des Schrödingers Katzen Gin

Das macht nicht nur Katzen euphorisch: die Katzenminze als Botanical

Als Katzenliebhaber war ich natürlich sehr neugierig, was mich da erwarten würde. Die “echte Katzenminze”, auch “Nepeta cataria” genannt, macht Katzen ja ganz verrückt. Man sagt ihr einen herben, zitronig minzigen Geruch nach. In getrockneter Form roch sie für uns auf der Finest Spirits 2019 am Stand von Heidelberg Spirits jedoch eher wie Katzenstreu. Also erstmal nichts, was man getrocknet zu Hause haben muss. Die verwendete Katzenminze stammt laut dem Hersteller aus Frankreich. Bei den weiteren Botanicals handelt es sich um Heidelbeeren, Zitronenthymian, natürlich Wacholder, Rosenblüten und Kubebenpfeffer. Diese wurden alle, wie bei einem echten London Dry Gin typisch und auch zwingend vorgeschrieben, gleichzeitig mitdestilliert.

Finest Spirits 2019
Die Botanicals im Schrödingers Katzen Gin

Geschmackstest

Nosing bei Gin ist oft ein zwiegespaltenes Thema, da die Nase sehr gerne bei Gin andere Dinge wahrnimmt, als letztendlich geschmeckt wird. Manchmal wird man nach dem Nosing auch herb enttäuscht. Nachdem sich der Schrödingers Katzen Gin in Schlieren am Glas verteilt hat, bemerkt man zuerst beerige und frische Töne, gepaart mit etwas Muffigkeit. Die Blaubeere kann man schon gut erkennen, wie ich finde. Der frische leicht minzige Hauch dürfte von der Katzenminze stammen, man sagt ihr zitronige, minzige Aromen nach. Hinter der Muffikeit kriechen noch der Duft von Wacholder und Zitronenthymian hervor.

Milde frische Aromen schlängeln sich durch meinen Mundraum. Minze und leichte Zitrustöne sind da, dann schlägt der Kubebenpfeffer zu. Die Pfeffrigkeit ist intensiv, jedoch keineswegs unangenehm. Er wirkt im Zusammenspiel mit dem Wacholder und der Katzenminze schön mediterran. Leichte bittere Töne sind wahrnehmbar. Diese kommen sicherlich von den Rosenblüten im Gin. Das Muffige, was ich in der Nase gespürt habe, ist allerdings komplett verschwunden und eher dem angenehm beerigen Geschmack der Blaubeeren gewichen. Das beerige Aroma schlägt sich dann auch im relativ langen Nachklang nieder, was erfrischend im Gedächtnis bleibt.

Tonic-Empfehlung

Hier würden wir ganz klassisch ein Indian Tonic wie z.B. das Fever-Tree Indian Tonic empfehlen. Da macht ihr wirklich nichts falsch und habt einen leckeren Gin & Tonic im Glas.

Fazit

Irgendwie kauft man ja mit jedem Gin, den man vorher nicht probiert hat, automatisch die Katze in der Flasche. Oder so änlich. Auf alle Fälle lässt sich die Formel von Schrödinger auch super auf den Kauf eines Gins anwenden und erst, wenn man die Flasche öffnet und probiert, weiß man ob einem der Gin schmeckt oder eben nicht. Für mich hat sich dieses Experiment rentiert, denn mir schmeckt der Schrödingers Katzen Gin und meine Neugierde, wie nun ein Gin mit Katzenminze schmeckt, wurde befriedigt. Da sich der Schrödingers Katzen Gin auch gut zum Mischen eignet, habe ich nun noch ein Cocktailrezept für dich:

Signature Drink

Wenn du gerne auch mal Cocktailrezepte ausprobierst, dann lies dir doch in einfach mal meinen selbst entworfenen Signature Cocktail The Grey Cat durch. Hat Spaß gemacht, ihn zu mixen und der Aufwand hält sich in Grenzen.

Schrödingers Katzen Gin Signature Cocktail "The Grey Cat" von www.coffeewhiskyandmore.de
Schrödingers Katzen Gin Signature Cocktail “The Grey Cat” von www.coffeewhiskyandmore.de

Vielen Dank an die Heidelberg Spirits für die Flasche, die sie uns auf der Finest Spirits 2019 für diesen ausführlichen Test mitgegeben haben. Das hat allerdings keinerlei Einfluss auf meine persönliche Bewertung.


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