Arctic Blue Gin

Arctic Blue Gin

Unbezahlte Werbung* Skandinavische Gins haben ihren ganz eigenen Stil, was mittlerweile immer mehr Gin Liebhaber zu schätzen wissen. Für den Gin aus Skandinavien, den ich dir in diesem Review vorstellen möchte, geht es genauer gesagt nach Finnland. Hier wurde 2016 der Grundstein für den Arctic Blue Gin gelegt, der ganz dem Namen nach arktische Aromen mit regionaler Blaubeere und nordischen Fichtennadeln abliefern möchte. In diesem Tastingbericht gehe ich der Frage nach, ob dieser Ansatz den Machern des Gins gelingt und wie man den Artic Blue Gin am Besten serviert.

Wer steckt hinter dem Arctic Blue Gin aus Finnland?

Der Arctic Blue Gin von Nordic Premium Beverages stammt aus Finnland. Den Gastronomie- und Gin-Enthusiasten Mikko Spoof und Kimmo Koivikko kam im Sommer 2016 die Idee, die Einzigartigkeit der finnischen Natur versinnbildlicht durch die finnische Blaubeere in einer Spirituose widerzuspiegeln. Erst schloss sich dem Duo der finnische Koch Jaakko Sorsa dem Team an, um seine kulinarische Expertise in die Herstellung des Artic Blue Gins einzubringen. Dann ergänzte schlussendlich der finnische Master Distiller Asko Ryynänen das Gespann und die Destillation in einer Brennerei in Ilomantsi (ca. 450 km nordöstlich von Helsinki) konnte beginnen.

Welche Botanicals stecken im Arctic Blue Gin?

Auf Basis eines reinen Getreidedestillats werden die Botanicals des Arctic Blue Gins mit einer speziellen Destillationsmethode verarbeitet. Dabei spielen in der Rezeptur neben Wacholder vor allem Blaubeeren und nordische Fichtennadeln eine Rolle. Die wilde Blaubeeren werden aus einem Wald in der Nähe des Koli-Nationalparks und den umliegenden Wäldern der Karelia Region gewonnen. Neben weiteren Botanicals wie Koriandersamen, Engelswurz, Zimt, Lavendel, Ingwer, Holunderblüten und Zitrusschalen wurden zusätzliche Botanicals verwendet, die geheim bleiben.

Warum wird der Arctic Blue Gin bei Zugabe von Tonic Water trüb oder milchig?

Diese Frage stellt du dir vielleicht spätestens dann, wenn du Eis und/oder Tonic Water ins Glas gibst. Die Trübung des Gins bei Zugabe von kalten Flüssigkeiten wie Wasser oder Tonic Water hat einen speziellen Grund. Der Artic Blue Gin wurde bei der Herstellung nicht kältefiltriert. Gerade für Whisky Genießer spielt das eine relativ große Rolle. Aber auch bei Gin deutet diese chemische Reaktion im Glas auf eine hochwertige Herstellung hin.

Durch das Ausbleiben der Kältefiltrierung verbleiben zudem das natürliche Pektin der Heidelbeere und Bestandteile der Aromen im Gin. Kältefiltrierung bei Spirituosen wird gerne angewendet, um den optischen Makel der Trübung bei Kontakt mit kalten Flüssigkeiten zu vermeiden. Gerade hier beim Arctic Blue Gin bleiben für mich durch das absichtliche Weglassen der Kältefiltrierung aber bei positive Effekte über: einerseits die intensivere Aromenübertragung und andererseits die zum arktischen Konzept passende Trübung im Stil eines skandinavischen Morgennebels.

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Faktencheck

Der Arctic Blue Gin im Tasting

Ich gieße den Artic Blue Gin in mein Nosingglas und benetze durch leichtes Kippen die Glaswände. Dadurch zieht der Gin leicht ölige Schlieren. Der erste Atemzug ist wie nordischer Balsam für meine Nase. Deutlicher Wacholder begegnet mir. Das Boquet versetzt mich mit deutlichen Fichtennuancen in einen Wald kurz nach kühlendem Regen. Neben leichter Zitrusfrische und floralen Noten von Lavendel manifestiert sich immer mehr ein beeriger Geruch. In der Nase habe ich intensive fruchtige Blaubeernoten, allerdings ohne Süße. Alles in Allem versprüht der Arctic Blue Gin im Nosing ein nordisches Gefühl.

Ölig und mild fließt der Gin in meinen Mundraum. Nach den nordischen Aromen im Nosing bin ich jetzt vollends in Skandinavien angekommen. Sanft beginnt sich das Bouquet aufzubauen. Von milden Wacholdernoten, leichter spritziger Zitrone und Waldigkeit zu mehr Intensität. Im Geschmack des Arctic Blue Gin geben sich voluminöser Wacholder, ein ganzer Fichtennadelwald und eine Menge fruchtige Blaubeeren die Hand. Der Grundton weckt durch sein erdiges Aroma und leichte florale Nuacen sehr passend eine Assoziation an einen feuchten Waldboden nach einem Sommerregen. Ein leckerer Gin, der sich ganz auf seinen nordischen Charakter und weniger auf Süße konzentriert.

Die nordische Komposition aus arktischer Blaubeere, aromatischem Wacholder und Fichtennadeln prägt auch den Abgang des Arctic Blue Gins, der mich entfernt etwas an Eisbonbons erinnert, jedoch ohne die Süße.

Welches Tonic Water passt zum Arctic Blue Gin?

Nach dem ausführlichen Tasting muss ich sagen, dass für mich ein Dry Tonic Water die passende Wahl für einen Gin & Tonic mit dem Arctic Blue Gin ist. Der Importeur empfiehlt dazu das Doctor Polidori Dry Tonic, was auch in meinen Augen eine gute Figur in einem Arctic Blue Gin Tonic macht. Das hebt den nordischen Charakter des finnischen Gins gut hervor. Ich wähle passend zur Gin Rezeptur große Blaubeeren als Garnish.

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Wer aber ein Fan von klassischen Indian Tonics ist, kann den Gin auch mit einem Mistelhain DasTonic Signature oder einem Fever-Tree Indian Tonic Water probieren – denn auch hier macht man nichts falsch.

Fazit

Trotz der Tatsache, bisher keinen Fuß auf finnischen Boden gesetzt zu haben, weckt der Arctic Blue Gin bei mir ein Bild der unberührten finnischen Natur. Mir gefällt der Gin wirklich gut, denn er bringt mir eine milde nordische Aromatik ins Glas, die mich in finnische Wälder entführt – ganz gleich ob ich ihn pur oder im Gin & Tonic genießen möchte.

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Den Gin findest du übrigens bei unserem Partner Wacholderexpress.de*, bei Spirits of Scandinavia und aktuell in der Monatsbox des European Craft Club.

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