Achtsamer Alkoholkonsum: In der Ruhe liegt Kraft

Wie achtsamer Alkoholkonsum unsere Gesundheit verbessern kann

Ein Gastbeitrag von Marc Schweickhardt | „Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren“ – für viele ist es zur Gewohnheit geworden dann und wann ein gutes Gläschen Wein oder Whisky zu trinken. Und das Beste: Wenn es bei dann und wann bleibt, ist das sogar gesund! Zumindest sind sich darin viele Wissenschaftler einig. Aber gerade beim Konsum von Alkohol ist es wichtig, seine Grenzen zu kennen und darauf zu achten, dass sich nicht eine Gewohnheit dabei einschleicht – achtsamer Alkoholkonsum lautet hierbei die Devise.

Kann Alkohol beim Entspannen helfen?

Wir leben zweifellos in einer unglaublich stressigen, schnelllebigen Welt. Und tatsächlich empfinden es die meisten Menschen als regelrecht angenehm und entspannend sich zum Beispiel am Feierabend oder am Wochenende in geselliger Runde ein paar gute Tropfen zu gönnen. Die Einen stehen hierbei mehr auf einen guten Wein, die Anderen eher auf ein erfrischendes Bierchen, wieder Andere lieben einen edlen Whisky oder Cognac.

Es kann sogar etwas regelrecht Meditatives an sich haben, von einem Wein begleitet ein gutes Abendessen zu zelebrieren, den Tag ausklingen zu lassen oder mit dem Partner zusammenzusitzen und über das Leben zu philosophieren.

Keine Frage: Alkohol wirkt, in kleinen Mengen genossen, entspannend und wohltuend. In geselligen Runden verbessert er die Stimmung und lockert die Zunge.

Dass man es dabei nicht übertreiben sollte, versteht sich von selbst.

Achtsamer Alkoholkonsum: Der gesundheitliche Aspekt

Ist Wein denn wirklich gesund und wenn ja, warum? Schon länger geht man davon aus, dass ein moderater Weingnuss der Gesundheit förderlich ist. Das liegt daran, dass Wein die Durchblutung fördert und deswegen das Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen mindert. Außerdem wirkt er sich positiv auf die Blutfette aus und ist somit gut für den Cholesterinspiegel. Die Gefahr von Thrombosen sinkt, die Gerinnungseigenschaften des Bluts hingegen verbessern sich.

Zudem besitzt vor allem Rotwein das gesunde Resveratol, was zu den wirkungsvollsten Antioxidantien zählt.

Für diese positive Wirkung sollte allerdings eine tägliche Menge von 0,15 l bei Frauen und 0,25 l bei Männern nicht überschritten werden.

Alkohol zum Entspannen: in Maßen statt in Massen

Alkohol wirkt in unserem Körper ganz ähnlich wie ein Betäubungsmittel. Die Erregbarkeit bestimmter Nervenzellen wird gedämpft und im Gehirn werden Endorphine, also Glückshormone freigesetzt. Zugleich verringert sich der Anteil an Stresshormonen. Das sorgt dafür, dass sich die Stimmung hebt, Anspannung und Ängste hingegen werden weniger. Wer also einen stressigen Arbeitstag hinter sich hat, kann durchaus den Feierabend mit einem Gläschen Alkohol einleiten – wichtig ist nur, dass es nicht zur Gewohnheit wird und dass bei der Menge Maß gehalten wird. Derlei Rituale können sogar den Arbeitsalltag erleichtern. Bedenken solltest du dabei aber, dass Alkohol am Abend zu Ein- und Durchschlafproblemen führen kann und nicht etwa, wie viele immer annehmen, den Schlaf verbessert.

Noch besser ist es natürlich, wenn du den guten Tropfen mit Bewegung und Sport oder anderen Hobbies kombinierst und zugleich auch auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achtest. Wenn du also ab und zu mal einen guten Whisky, Gin, ein Bierchen oder ein Glas Wein genießt, bist du deswegen noch lange kein Alkoholiker. Am Arbeitsplatz hingen solltest du strikt auf Alkohol verzichten und riskant wird es auch dann, wenn du keinen einzigen Tag mehr in der Woche ohne Alkohol auskommst oder aus einem Gläschen immer mal wieder eine halbe Flasche wird.

Hat dich dieser Artikel dazu bewogen achtsamer mit dem Thema Alkoholkonsum umzugehen oder hast du das auch vorher schon getan? Wir freuen uns über Kommentare und Fragen an Marc unter diesem Beitrag und danken Marc, dass er sich mal wieder die Zeit für einen Gastbeitrag genommen hat.

Über den Autor:

Marc Schweickhardt aus München beschäftigt sich seit einigen Jahren mit Gesundheitsthemen und alternativen zur Schulmedizin. Mehr zu ihm und seiner Vorgeschichte gibt es auf seinem neuen Blogprojekt Hacks.health. Letztes Jahr hat er bei uns bereits einen Artikel über gesunde Drinks veröffentlicht.

Website: Hacks.health

Den ersten Gastbeitrag von Marc findet ihr hier:

Falls du nun auch Lust bekommen hast als Autor auf Coffee, Whisky and More zu veröffentlichen findest du hier alle Informationen zu Gastbeiträgen auf Coffee, Whisky and More:

2 Gedanken zu „Wie achtsamer Alkoholkonsum unsere Gesundheit verbessern kann

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